In der erfolgreichen Telenovela Anna und die Liebe spielt sie die unterkühlte und ehrgeizige Designerin Carla Rhonstedt. In ihrem literarischen Erstlingswerk zeigt sich Schauspielerin Sarah Mühlhause (29) aber ganz und gar nicht kühl. Voller Wärme, fantasievoll und farbenfroh erzählt sie in „Die Mondprinzessin“ die rührende Geschichte des Mädchens Lila, das in ihrer einsamen verwunschenen Welt, unter Tausenden von Sternen und einer klaren Mondnacht, einem weißen Wolf begegnet, der ihr zeigt, wer sie sein kann, wenn sie die Vergangenheit hinter sich lässt.

Vergangenen Freitag bekamen die größeren und kleineren Bewohner des Kinderhauses Berlin die Chance, am Debüt der Neu-Schriftstellerin Teil zu haben. Sarah besuchte die Weihnachtsfeier der Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen, die in den Wohnräumen des gemeinnützigen Vereins, Halt und Unterstützung finden. Diesen hatte sie ihre kleine Geschichte mitgebracht. Im exklusiven Interview mit Promiflash erzählte uns die AudL-Darstellerin, wie es dazu kam: „Ich habe zwar schon immer für mich geschrieben, aber noch nie so eine richtige, abgeschlossene Geschichte. Und als diese dann auf einmal fertig war, habe ich erst gemerkt, was ich da eigentlich geschrieben habe. Und selbst dann hat es immer noch eine Weile gedauert, bis ich da etwas rein interpretieren konnte. Meistens sind es ja auch die anderen, die darin etwas erkennen.“

„Die Mondprinzessin“ sei eine Geschichte des „Erwachsenwerdens, des Umbruchs, es geht um die eigene Verlorenheit, erklärt die 29-Jährige, jeder könne etwas anderes damit anfangen. „Aber natürlich kommt da schon etwas aus einem Selbst, ich glaube schon, dass es viel mit diesen Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten zu tun hat, die man häufig mit sich selbst hat. Und diesem Schritt, den Mut zu haben und zu sagen: 'Okay, das und so bin ich halt!' Da gibt es viel Schwere und Traurigkeit. Es handelt sich nicht um ein klassisches Kindermärchen, aber es gibt Raum dafür und es ist hoffnungsvoll, wie ich finde. Ich habe mir erlaubt, mir und meiner Fantasie keine Grenzen zu setzen. Oft ist es ja so, dass man irgendetwas plant, damit anfängt und sofort wieder aufhört. Aber da ich mit der Geschichte ja eigentlich nichts vorhatte, damit nicht an die Öffentlichkeit gehen wollte, war ich angstfrei, als ich die geschrieben habe. Ich habe mir gedacht, alles, was jetzt gerade aus meinem Köpflein kommt, wird so abgetippt. Das war das Gute daran, glaube ich.

Ein hoffnungsvolles Halb-Märchen für jeden, der seinen Weg sucht oder ein wenig träumen möchte. Gerade für Kinder und Jugendliche, die sich einmal verloren fühlen, ist die Geschichte „Die Mondprinzessin“, die hoffentlich bald als Buch erscheinen wird, ein Hoffnungsschimmer. Wie viel von Sarah Mühlhause selbst in der Geschichte steckt, erfahrt ihr schon bald hier bei Promiflash.