Schon heute wird es soweit sein: Annette Bergmann erleidet den tragischen Autounfall, durch den sie morgen auf dramatische Weise bei Alles was zählt sterben wird. Schauspielerin Ulrike Röseberg (33), die die Rolle seit dem Anfang der Serie verkörpert hat, sieht den Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sich neuen Projekten widmen zu können, ist natürlich ein positiver Punkt. Die Kollegen und Freunde nicht mehr täglich zu sehen natürlich ein Negativer.

Ich glaube, ich werde den Alltag am Set vermissen, mit all den Freunden, die ich gewonnen habe. Und ich kann sagen, was ich nicht vermissen werde: Ich werde keinen Kostümwechsel vermissen, ich werde nicht vermissen, jeden Tag zu wissen, dass man fünf Bücher für die Woche auf dem Tisch hat, die man alle noch nicht gelesen hat“, sagt die 33-Jährige in ihrem Abschied-Interview mit RTL. Vor allem der Ingo-Darsteller André Dietz (36) sowie ihre Serienschwester Lena, gespielt von Juliette Menke (30), sind Ulrike sehr ans Herz gewachsen. „Auch Tatjana (48) ist eine gute Freundin geworden, auch wenn wir nie viel miteinander gedreht haben“, erzählt sie über die „Simone Steinkamp“-Darstellerin.

Natürlich gibt es auch Szenen, die der Schauspielerin besonders im Gedächtnis geblieben sind. „Diese ganze Ingo-Lena-Annette-Story: Wie Annette und Ingo zusammengekommen sind, das hat mir gefallen. Aber dann auch immer wieder aus Alltagsgeschichten etwas Besonderes zu machen, das hat mir ebenfalls großen Spaß gemacht zu spielen. Es gab natürlich auch einige krasse Szenen, Annette wurde am Imbiss überfallen, wurde sexuell belästigt und war in einer Kiste eingesperrt - diese Momente sind mir auch noch in guter Erinnerung geblieben“, so Ulrike.

Der Abschied von der ihr liebgewonnenen Figur Annette fällt ihr verdammt schwer, deshalb hofft die Schauspielerin, dass sie das ein oder andere Erinnerungsstück mitnehmen kann. „Ich hoffe, dass ich einen Mantel von Annette mitnehmen kann. Ich werde sie echt vermissen, weil ich sie sehr mochte, der Abschied von ihr ist furchtbar. Ich habe da eine Person erschaffen und muss sie nun in den Tod führen. Das fällt mir unglaublich schwer. Allein die Vorstellung, dass Annette und Ingo nie wieder ein Paar sein werden, ist schrecklich“, gibt sie etwas wehmütig zu denken.

Ulrike ist mit AWZ erwachsen und reifer geworden. Sie hat durch die Serie viel über sich gelernt, vor allem „in Bezug auf Beziehungen, Verantwortung und Freiheit“. Durch die Serie ist sie erst richtig in ihrem Beruf angekommen, hat sich freigespielt und nun auch keinerlei Hemmungen mehr, sich als Schauspielerin zu bezeichnen.