Die Rolle der Jenny Steinkamp wurde in all den Jahren Alles was zählt schon mehrfach neu besetzt. Das erste Mal schlüpfte Christiane Klimt (30) in die Rolle der verwöhnten Steinkamp-Tochter, danach war Silvia Maleen (33) als diese Figur zu sehen, und nachdem sie über Russland mit einem Flugzeug abstürzte und dann verschwand, schlüpfte noch eine weitere Schauspielerin für eine kurze Video-Botschaft in ihre Haut, um anschließend Kaja Schmidt-Tychsen (30) das Feld zu überlassen.

Nun brachte die Zeitschrift in die erste und die letzte Jenny mal für ein Interview und ein kleines Shooting zusammen – es ist das erste Mal, dass die beiden aufeinandertreffen. Und eines ist bei diesem Treffen klar geworden: Beide Schauspielerinnen sind sehr mit der Rolle verwachsen, haben Jenny ins Herz geschlossen und finden sich auch gegenseitig äußerst sympathisch. „Ich finde Christiane höchst sensibel, nicht im Sinne von empfindlich, sondern sehr fein in ihrer Weltbetrachtung. Wir haben nur so ein paar Themen angerissen, und es war nie abstempelnd oder plakativ“, lobt Kaja ihre Kollegin. Außerdem lieben beide Pferde, Kaja lebt sogar auf einem Pferdehof.

Und auch in Bezug auf die Rolle Jenny haben beide ähnliche Dinge liebgewonnen: „Wenn sie ein Ziel hat, zieht sie das auch mit aller Vehemenz durch“, so Christiane. „Das kann ich eigentlich auch nur unterstreichen. Ich finde sie einfach unheimlich schlau. Ich spiele sehr gerne eine Frau, die einerseits eine toughe Geschäftsfrau ist, andererseits aber doch immer das ungeliebte Mädchen bleibt. Egal, wie alt sie ist. Ich mag aber auch ihre witzigen Sprüche und ihre Schlagfertigkeit“, ergänzt die heutige Jenny-Darstellerin.

Natürlich haben auch beide Darstellerinnen der Figur etwas mitgegeben und sie geprägt, nur was war das? „Das lustige Humorvolle, manchmal auch dieses schnelle Überdrehte. Damals hatte sie das in ihrer Rolle. Auch dieses teilweise dümmliche Naive habe ich gerne gespielt“, erklärt Christiane. „Was ich ihr gegeben habe, weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich zeige ganz viel von mir, obwohl die Geschichten ganz anders geschrieben sind, als mein Leben ist, und obwohl sie anders handelt, als ich handle“, so Kaja und fügt an: „Man hat es jetzt mit einer Frau zu tun, nicht mehr mit einer Jugendlichen. Das heißt aber auch, dass jetzt mehr Verantwortung drin liegt, dass man sie jetzt ernster nehmen muss. Man verzeiht ihr weniger schnell einen Fehler.“

Die beiden Schauspielerinnen haben der Figur also ihre ganz eigene Note verpasst, was bei den Fans schon damals gut ankam und auch heute noch bestens funktioniert. Die Chance, dass beide einmal zusammen bei AWZ spielen, ist wohl eher gering, auch wenn sie es gerne tun würden, aber vielleicht funktioniert es ja mal in einem anderen Film, einer Serie oder auf der Theaterbühne. Und falls nicht, wollen sie in jedem Fall im privaten Kontakt bleiben. Vielleicht geht es dann ja irgendwann einmal gemeinsam mit den Pferden raus ins Grüne oder zum Yoga, was beide gerne mögen. Einen gemeinschaftlichen Shopping-Trip wird es hingegen wohl nicht geben, denn das ist etwas, was beide so gar nicht mögen.