Er ist der erste und einzige Gewinner bei Big Brother, der jemals eine Million Euro abgesahnt hat: Sascha Sirtl (34) verbrachte 2004 ein Jahr in Deutschlands wohl bekanntestem Container und durfte sich als strahlender Sieger der fünften BB-Staffel über diese Rekord-Summe freuen. Dass Geld aber auch so seine Probleme mit sich bringen kann, muss der plötzliche Millionär nun wieder einmal feststellen, denn die Million soll nun nachträglich versteuert werden!

Das Leben im Big Brother-Haus ist nämlich nicht nur Spaß, sondern auch ein Fulltime-Job, wie der Bundesfinanzhof in München nun entschieden hat. Die Beschwerde des BB-Gewinners wurde damit abgewiesen, denn Sascha hatte laut focus.de gegen einen Bescheid des Finanzamts geklagt, da er nicht einsah, Steuern für seinen Millionen-Gewinn zu zahlen. Doch seine Teilnahme wurde vom BHF als „steuerpflichtige sonstige Leistung“ bewertet, denn „der Kläger schuldete – wie alle anderen Kandidaten auch – dem Big Brother-Veranstalter seine ständige Anwesenheit in dem Show-Haus; er musste sich während seines Aufenthalts ununterbrochen filmen und belauschen lassen und nach Auswahl an Wettbewerben mit anderen Kandidaten teilnehmen.“

Big Brother falle somit nicht in die Kategorie Spiel oder Wette und damit seien die Einkünfte einkommenssteuerpflichtig. Wir sind gespannt, welche Konsequenzen dieses Urteil noch für andere Shows haben wird, schließlich würde das gleiche auch fürs Dschungelcamp gelten. Hätte Sascha doch lieber bei Wer wird Millionär mitgemacht, denn die Gewinne dort sind im Sinne des Einkommenssteuerrechts weiter steuerfrei!