Bereits am Montag endete die achte und auch allerletzte Staffel der früher sehr geliebten Krankenhaus-Serie Dr. House. Seit 2004 behandelt der grimmige, unfreundliche, aber zugleich auch brillante Arzt die außergewöhnlichsten Fälle.

Als die Serie vor einigen Jahren zum ersten Mal über die Bildschirme flackerte, zog sie gleich zahlreiche Zuschauer in ihren Bann und Dr. House, grandios gespielt von Hugh Laurie (52), war in aller Munde. Besonders seine unsensible Art bereitete dem Publikum in jeder Folge neues Vergnügen und auch die immer wieder interessanten und ungewöhnlichen Fälle packten die Zuschauer. Somit erzielte die Serie nicht nur in Amerika, sondern später auch in Deutschland richtige Traumquoten. Allerdings ist es damit schon seit einigen Jahren vorbei, denn irgendwann ist einfach alles erzählt. Die Charaktere können sich nicht weiterentwickeln oder entwickeln sich in eine Richtung, die dem Zuschauer nicht zusagt. Der amerikanische TV-Sender FOX zog die Reißleine und stellte die Serie ein, aber beim Finale konnte „Dr. House“ noch ordentliche Quoten einholen. Insgesamt sahen 8,7 Millionen Zuschauer die letzte Folge. Wer wissen will, wie die Serie endet, sollte am besten weiterlesen.

Spoiler:
Die letzte Folge trug schon den ziemlich dramatischen Titel „Everybody Dies“ und man wusste nicht, wer jetzt genau damit gemeint war. Am ehesten kam noch Houses bester und treuster Freund Wilson (Robert Sean Leonard, 43) infrage, der an Krebs erkrankte. Aber auch House selbst war in der letzten Zeit in keiner guten Verfassung und so beginnt das Finale mit einem deprimierten Dr. House, der in einem brennenden Haus auf einem Heroin-Trip ist. Es wird ziemlich deutlich, dass es für den Arzt nur einen Ausweg gibt, um endlich selbst frei zu sein und für seine Taten nicht ins Gefängnis zu müssen. Lieber will er die letzten fünf Monate mit seinem todkranken Freund verbringen und deswegen entscheidet sich House dafür, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Nur eine kleine SMS an Wilson, während der traurigen Beerdigung, gibt den Hinweis, dass der Arzt noch lebt. Natürlich will sich Wilson davon überzeugen und trifft ihn vor seinem Haus. Dort erzählt dieser ihm, dass er die letzten Monate mit Wilson verbringen will und dabei noch einmal so richtig auf den Putz hauen will. Das tun sie auch und düsen auf dem Land mit Motorrädern herum. Wilson muss dann allerdings kurz mit House sprechen und sagt: „Wenn der Krebs anfängt wirklich schlimm zu werden...“, doch House unterbricht ihn mit dem Satz: „Krebs ist langweilig“, und fährt mit einem Grinsen im Gesicht weiter.

In Amerika waren viele mit der letzten Folge sehr zufrieden und halten diese für einen würdigen Abschluss der Serie. Wir dürfen gespannt sein, wie das Finale dem deutschen Publikum gefällt.