Bedarf es beim Lesen von Märchen Vorstellungskraft und Phantasie, um die Figuren in den Büchern zum Leben zu erwecken, wird uns das in den dazugehörigen Kinofilmen abgenommen. Denn die Fiktion auf die Leinwand zu bringen, ist dieser Tage absolut im Kommen. Was Kristen Stewart (22) in "Snow White and the Huntsman" vormachte, tun ihr nun Gemma Arterton (27) und Jeremy Renner (42) gleich.

Die beiden spielen die Hauptcharaktere in der Märchenverfilmung "Hänsel und Gretel" der Gebrüder Grimm. "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" heißt der actiongeladene Blockbuster in 3D und überzeugt nicht nur mit seiner düsteren Kulisse, sondern auch mit den einzigartigen Kostümen sowie den Kampfszenen, die Gemma und Jeremy einiges abverlangten. Angelehnt an die ursprüngliche Buchfassung von 1812, haben sich die Geschwister jedoch deutlich weiterentwickelt. Von dem Vater im Wald ausgesetzt, weil das Geheimnis der Mutter ans Licht kam - sie ist eine sogenannte White Witch, also eine gute Hexe, die ihre Kraft nicht gegen die Menschen richtet -, suchen sie Zuflucht in einem Zuckerhäuschen und stoßen dort auf eine Hexe, die die Kinder in ihre Gewalt bringt. Hänsel und Gretel können sich befreien und treten 15 Jahre später ihren Rachefeldzug gegen die dunklen Mächte an.

Sie sollen Muriel (verkörpert von X-Men-Darstellerin Famke Janssen, 47) töten, die zwölf Kinder in ihre Gewalt brachte, um diese in der Blutmond-Nacht zu opfern. Hinter der Kinder-Verschleppung steckt jedoch weit mehr und plötzlich sieht sich auch Gretel inmitten der mordlustigen Hexen gefangen. Jetzt ist es an Hänsel seine Schwester zu befreien und zudem noch die Kinder zu retten.

Besonders die Kampfszenen kommen in dem Film nicht zu kurz, denn Hänsel sowie Gretel kämpfen mit aller Macht und ziemlich vielen Waffen gegen die Hexen, die extrem gut getroffen sind. Eine sehr aufwendige Gestaltung, denn besonders Famke Janssen ist kaum wiederzuerkennen. Insgesamt überzeugt der Film mit viel Spannung, einigen Schreckmomenten und ganz viel Action. In jedem Fall ein sehenswerter Streifen, der die Kinosaison 2013 gekonnt einläutet.

Promiflash traf vor der Premiere die Schauspieler des Märchenspektakels zum Round Table Interview und erfuhr, dass es vor allem Muriel-Darstellerin Famke Janssen sehr genossen hat eine wahre Transformation zu durchlaufen. Immerhin musste sie sich stets in die böse Hexe verwandeln, was sie aber nicht abstoßend, sondern gut fand. "Es war einfach wundervoll. Männer spielen immer die Rollen, in denen sie in eine andere Identiät schlüpfen können mit falschem Haar und all solchen Dingen. Wir als Frauen haben nur sehr selten diese Möglichkeit. Ich denke eine solche Erfahrung ist wirklich toll." Und auch Gemma, die Gretel spielt, fand die Herausforderung mit Männern zu kämpfen und somit den starken Part der Frau herauszuarbeiten, spannend. "Ich liebe Frauen und ich denke, wir sind die Besten! Einer der Gründe warum ich Gretel spielen wollte, war, dass sie eine sehr feminine Person ist."

Darüber hinaus ist sie selbst großer Fan des Märchens. "Ich liebe das Grimm'sche Märchen, und der Film fängt ja auch damit an, aber dann schlägt er eine ganz andere Richtung ein." Und genau das ist es auch, was den Blockbuster so besonders macht. Die Wandlung der Kinder zu Erwachsenen, die die Grausamkeiten ihrer Kindheit rächen wollen und sich auf die Seite des Guten schlagen.