Als Frank Ocean (24) in einem offenen Brief gestand, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt, war der Aufschrei groß, und das Echo ist noch immer zu hören. Viele Stars hatten sich positiv dazu geäußert, dass der Rapper damit in die Öffentlichkeit getreten und somit ein positives Beispiel für andere Homosexuelle ist, die sich aus Angst vor eventueller Häme nicht trauen, sich zu outen.

Doch damit ist das Thema offenbar noch nicht erledigt. Nachdem er offenbart hat, dass er mit 19 in einen Gleichaltrigen verliebt war, werden seine damaligen Songs mit ganz anderen Augen betrachtet, so auch das Lied „Bigger“, das er für Justin Bieber (18) schrieb. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Journalisten. Zeitungen machten mit der Schlagzeile auf, dass der Mädchenschwarm damit eine Liebe zweier Schwulen besingt. Vom „Homo-Song“ ist die Rede, doch muss man darum wirklich so ein Aufsehen machen?

Frank Ocean ist von jeher ein gefragter Songschreiber, der beispielsweise schon Tracks für Beyoncé (30) und John Legend (33) kreiert hat oder auch mit Jay-Z (42) und Kanye West (35) No Church In The Wild aufgenommen hat. Singen all diese Stars jetzt im Grunde über Homosexualität? Wohl kaum! Sexuelle Orientierung hin oder her, letztlich ist Musik Kunst und jede Songzeile trägt Interpretationsspielraum in sich. Das sollte jede Mutter eines Beliebers beruhigen, die unnötigerweise meint sich zu sorgen, weil ihr Kind einen sogenannten „Homo-Song“ hört.