Da hat sich der Maroon 5-Sänger keine Freunde gemacht: Adam Levine (32), der das Cover der September-Ausgabe des Magazins „Out“ zieren wird, sprach im dazugehörigen Interview ganz offen darüber, einen schwulen Bruder zu haben. Gleichzeitig kritisierte er das Format „American Idol“ dafür, dass die Show, im Gegensatz zu „The Voice“, wo er in der Jury sitzt, das Thema Homosexualität unter den Teppich kehren würde, und die Kandidaten ihre Neigung vor der Öffentlichkeit verstecken müssten. Die Reaktion von Seiten der Konkurrenz auf diese Äußerung ließ freilich nicht lange auf sich warten!

Adam Levine im Jeanshemd
WENN
Er hatte in einem Interview gemeint, dass in der Show bewusst das Thema Homosexualität verschwiegen würde

Denn der verantwortliche Produzent, Nigel Lythgoe (62), war alles andere als erfreut über Adams kleinen Seitenhieb, und äußerte seine Meinung zu dem Thema nun gegenüber Entertainment Weekly: „Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht, warum wir es zu einer riesigen Nummer machen sollen, ob ein Kandidat homosexuell ist oder nicht. Ich gehe doch auch nicht zu meinem Zahnarzt und sage: 'Sind Sie schwul?'! Also sage ich auch nicht zu den Teilnehmern der Show: 'Bist du vielleicht homosexuell?' Was hat das denn mit mir zu tun? Was geht das denn überhaupt irgendjemanden an? Wo bitteschön fängt in diesem Land die Privatsphäre an? Wenn jemand sich outen will, in Ordnung.“ Eine klare Ansage des Machers des Casting-Formats, der im Übrigen befand, dass Adam wohl einfach zu neugierig sei, und wohl nicht ganz unterscheiden könne zwischen Vertuschen, und dem nötigen Respekt vor dem Privatleben anderer Leute. „Ich werde niemanden mit den Worten 'Übrigens, er ist katholisch, er ist Demokrat und ach ja, hier noch seine sexuelle Orientierung' vorstellen. Was hat das mit dem Singen zu tun? Vielleicht ist das für Levine relevant, für mich nicht.“

American Idol Jury
Nikki Nelson/WENN.com
Das wies Nigel aber weit von sich - es gehe einfach um den Schutz der Privatsphäre der Kandidaten

Damit hat Lythgoe recht wortgewandt seinen eigenen Standpunkt vertreten! Auch den Sänger Adam Lambert (29) führte er als Beispiel eines schwulen Kandidaten an, der es während der Show vorzog, inkognito zu bleiben, und sich erst im Nachhinein outete. Ob es allerdings dennoch eine offizielle Regelung beim Sender gibt, wie mit Coming-Outs umgegangen wird, wollte er nicht weiter erklären. Da sind wir doch einfach einmal gespannt, ob Adam auf Nigels klare Worte reagieren wird!

Maroon 5 posen
Scott Sine / WENN
Er meinte, dass es für ihn, im Gegensatz zu Adam, nicht wichtig für die Beurteilung des Gesangstalents der Einzelnen wäre