Heute Vormittag um halb zehn startete der Prozess gegen Fußball-Präsident Uli Hoeneß (62), bei dem es um Steuerhinterziehung geht, in München. Nach seiner Selbstanzeige griff die Staatsanwaltschaft das Verfahren noch einmal auf. Mit der Vermutung, dass Hoeneß mehr Geld hinterzogen haben könnte, als er angab, lag man nun genau richtig.

Uli Hoeneß im Mai 2013
WENN Angeklagt war er eigentlich nur wegen 3,5 Millionen

Eigentlich ging es heute Morgen in dem Verfahren noch um etwa 3,5 Millionen Euro, die Hoeneß am deutschen Finanzamt vorbeischleuste. Daraus ist im Gerichtsverlauf nun eine Summe von stolzen 18,5 Millionen Euro geworden! Die Staatsanwaltschaft hatte also definitiv den richtigen Riecher, wie nun der Focus schreibt. Die Unterlagen, die die Ikone von Bayern München erst vor wenigen Tagen nachreichte, ergeben nun, dass er zwischen 2003 und 2009 weitere 15 Millionen Euro nicht versteuerte. Das gab er über seinen Anwalt im Prozess selbst zu. Danach sagte er: "Ich bin froh, dass jetzt alles transparent auf dem Tisch liegt. Mein Fehlverhalten bedauere ich zutiefst. Ich werde alles dafür tun, dass dieses für mich bedrückende Kapitel abgeschlossen wird." Böswilligkeit habe er aber nicht gehandelt - er spendete viel Geld und wolle auch alles nachzahlen.

Uli Hoeneß im Anzug
WENN Doch er reichte noch kurz vor Prozessbeginn Unterlagen nach

Nach diesem Hammer-Geständnis ging es für alle Beteiligte erst einmal in die Mittagspause, am Nachmittag sollen dann erste Zeugen vernommen werden. Doch mit diesem frühen Bekenntnis gibt Hoeneß dem Ganzen noch einmal eine ganz neue Richtung.

Uli Hoeneß mit Zettel
TFLASH/LUIGI/WENN.com Damit sorgte er für ein Hammer-Geständnis