Es war der große Medienskandal in Großbritannien, Mitarbeiter der Klatsch-Zeitung „News of the World“ gaben zu, heimlich zahlreiche Mailboxen von Prominenten und Politikern angezapft zu haben, um so an Exklusiv-Storys zu kommen. Ein Opfer des großen Lauschangriffs war Sienna Miller (29), die deswegen bereits 100.000 Pfund Schadenersatz zugesprochen bekam.

Jetzt sprach sie in der Today Show das erste Mal offen über den Skandal, der nicht spurlos an der hübschen Schauspielerin vorbeigegangen ist. Ihre persönlichen Beziehungen hätten unter der Geschichte gelitten, denn sie wurde regelrecht „paranoid“. Weil sie sich nicht erklären konnte, wie die privaten Details immer wieder an die Öffentlichkeit gelangen konnten, verdächtigte sie zunächst ihre engsten Angehörigen. Um das Leck zu finden, habe sie ihren Freunden absichtlich falsche Geschichten über sich erzählt, um so überprüfen zu können, wer die Plaudertasche ist. „Niemand außer meiner Mutter, meiner Schwester, meinem Freund und meiner besten Freundin konnten von diesen Dingen wissen. Es gab Zeiten da saß ich mit diesen vier Leuten zusammen und habe einen von ihnen verdächtigt, meine Geheimnisse auszuplaudern. Und ich weiß, dass es falsch war, aber ich erzählte meiner besten Freundin Dinge, um zu sehen, ob sie an die Presse gelangen, was aber nie passierte.“

Auch wenn sich irgendwann herausstellte, dass die „News of the World“ ihre Mailbox abhörte, so leidet ihr Privatleben noch immer. „Alles wurde dadurch enorm beeinträchtigt. Es hat einen großen Einfluss auf Beziehungen, Freundschaften, die Karriere und dergleichen. Besonders schlimm war für mich auf privater Ebene dieses Gefühl der Entweihung“, gesteht sie. Die 100.000 Pfund Schadenersatz helfen da wohl nur bedingt, das zerrüttete Privatleben wieder auf Vordermann zu bringen. Wollen wir hoffen, dass sich bei Sienna bald alles wieder einrenkt.