Wer Pink auf den Wecker geht, läuft Gefahr in einem ihrer Songs angeprangert zu werden, so erging es jedenfalls schon ihrer Familie in „Family Portrait“, Ex-Präsident George W. Bush in „Dear Mr. President“, ihrem Mann Carey Hart in „So What“ und Lindsay Lohan und Konsorten in „Stupid Girls“. Und obwohl sie auch in ihrer Jugend eher ein Problemkind war, bekam Alecia Beth Moore ihren Künstlernamen Pink doch tatsächlich unter anderem, weil sie immer so schnell rot wurde.
Als sie sieben Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden – was Pink lange Zeit nicht verkraftete. In den darauffolgenden Jahren wurde ihr Verhältnis zur Mutter dann immer schwieriger und sie experimentierte sogar mit Drogen.
Als sie dann mit 16 die Schule abbrach, kam es zum Eklat und ihre Mutter schmiss sie schließlich aus der Wohnung. Doch das nahm die taffe Pink einfach zum Anlass nach Atlanta zu ziehen und ihre Musikkarriere zu starten. Schon vorher hatte sie, weil sie an starkem Asthma litt, Gesangs- und Tanzunterricht bekommen, um ihre Atemtechnik zu verbessern und war sogar Mitglied in einem Gospelchor und später in der Gruppe „Middleground“.
In Atlanta gründete sie schließlich mit zwei weiteren Mädels das R'n'B-Trio „Choice“ und wurde sogar von Produzent L.A. Reid erst mit der Gruppe und später als Solo-Künstlerin unter Vertrag genommen. Doch ihre Singles, darunter „You Make Me Sick“, waren fast ausschließlich im englischsprachigen Raum und auch nur mäßig erfolgreich. Sie trat sogar mal als Supporting-Act für die Boygroup
'N Sync auf.
Erst 2001 gelang ihr dann der internationale Durchbruch mit dem „Moulin Rouge“-Soundtrack „Lady Marmelade“ in Zusammenarbeit mit Christina Aguilera, Mýa und Lil' Kim. Der Song wurde ihr erster Nummer-1-Hit und brachte ihr sogar ihren ersten Grammy ein. Für ihr Album
„M!ssundaztood“ arbeitete sie mit Linda Perry, ehemalige „4 non Blondes“-Frontfrau, zusammen, das ein voller Erfolg wurde. Mit „Get The Party Started“ stürmte sie die Charts und auch „Don't Let Me Get Me“, „Just Like A Pill“ und „Family Portrait“ wurden große Hits. Auch ihre anschließenden Alben, wie „Funhouse“, schlossen nahtlos an ihre Erfolge an.
Seit 2006 ist sie mit Carey Hart verheiratet, mit dem sie 2011 die kleine Willow Sage bekam. Wir sind gespannt, ob Willow wohl auch so eine kleine Rebellin wird, wie ihre Mutter.