Was Hollywood kann, kann Berlin schon lange. Ab dem 12. September drehen Weltstars wie Tom Hanks (55), Halle Berry (45), Susan Sarandon (64) und Hugh Grant (50) im Potsdamer Filmstudio Babelsberg. Entstehen soll dabei der teuerste deutsche Film aller Zeiten.

100 Millionen Euro zählt die stolze Summe, die man für die Literaturverfilmung „Der Wolkenatlas“ - eine über Jahrhunderte andauernde Geschichte über Schicksal und Zufall - als Produktionskosten veranschlagt hat. Für deutsche Film-Verhältnisse eine Menge Geld. Zum Vergleich: der bisher teuerste deutsche Film „Das Parfüm“ hatte um die 60 Millionen Euro als Budget zur Verfügung und sogar für Hollywoodverhältnisse ist die Summe von 100 Millionen kein Schnäppchen. Der wahrscheinlich teuerste Film aller Zeiten weltweit, Fluch der Karibik 3, kostete „nur“ das Dreifache, 300 Millionen Euro.

Kein Wunder also, dass bei solch einer schwindelerregenden Summe auch die besten Schauspieler der Welt verpflichtet wurden. Tom Hanks kann bereits zwei Oscars vorweisen, Halle Berry hat ebenfalls einen Goldjungen im Schrank stehen und auch Susan Sarandon wurde schon als „Beste Hauptdarstellerin“ mit dem begehrten Filmpreis ausgezeichnet. Zudem sind Hugh Grant und Hugo Weaving – der böse Agent Smith aus Matrix – ebenfalls keine Unbekannten. Regisseur Tom Tykwer (46) und Schauspieler Ben Whishaw (30) dürfen sich gleich doppelt freuen. Beide sind sowohl an der teuersten als auch an der zweitteuersten deutschen Produktion beteiligt. Tykwer in „Das Parfüm“ und „Der Wolkenatlas“ auf dem Regiestuhl, Ben Whishaw als Darsteller (spielte in „Das Parfüm“ die Hauptfigur Grenouille).

Die Vorbereitungen befinden sich bereits in der Endphase und bald heißt es „Action“ in Babelsberg. Tom Hanks wurde jedenfalls bereits in Potsdam gesichtet und auch seine Kollegen finden sich sicher bald ein. Man kann jedenfalls gespannt sein, was der hohe Besuch außerhalb der Drehstunden noch so alles in der Hauptstadt treiben wird.