Vermisst! Sieben Olympioniken, die anlässlich der Spiele antreten sollten und deshalb nach London gereist waren, sind spurlos verschwunden. Fünf Boxer, eine Torhüterin und ein Schwimmer haben vermutlich ihren Olympia-Aufenthalt genutzt, um sich dauerhaft nach Europa abzusetzen.

„Was als Gerücht begann, ist jetzt Gewissheit geworden. Sieben Athleten aus Kamerun, die bei den Olympischen Spielen 2012 teilgenommen haben, sind aus dem Olympischen Dorf verschwunden“, erklärte David Ojong, der zuständige Delegationsleiter. Die erste Person, die sich aus dem Staub machte, war die Ersatz-Torhüterin Drusille Ngako (25). Einige Tage später tat es ihr der Schwimmer Paul Ekane Edingue (31) offenbar gleich. In seinem Zimmer fand man keinerlei persönlichen Dinge mehr. Am Sonntag verschwanden dann gleich fünf Boxer auf einen Schlag.

Kurioserweise wollen die IOC-Verantwortlichen von all dem nichts mitbekommen haben, denn Pressesprecher Mark Adams sei auf Nachfrage überrascht gewesen. „Wir wissen nichts darüber“, soll er laut der Nachrichtenagentur Reuters gesagt haben. Man geht von offizieller Seite davon aus, dass die Sportler aus „wirtschaftlichen Gründen“ in Europa bleiben wollen.