Heute Abend kehrt Günther Jauch (55) endlich mit Wer wird Millionär aus der Sommerpause zurück und wird die Kandidaten wieder mit unzähligen Fragen löchern. Doch hat der Moderator, nach 13 Jahren und insgesamt 1024 Folgen WWM, überhaupt noch Lust auf den Job? „Ja – und wie! Wegen der Kandidaten: Es sind immer neue, keiner ist wie der andere“, schwärmt er gegenüber Bild und erklärt weiter: „Man sieht ja, dass in jeder Sendung neue Kracher möglich sind. Jeder Mensch hat einen anderen Witz, eine andere Spannung, eine andere Angst, ein anderes Leben und ist dann ja auch teilweise bereit, sich dazu zu bekennen. Es geschieht immer wieder, dass man mit offenem Mund dasitzt und sagt: Wie ist das nur möglich? Entweder, dass jemand so viel weiß oder auch tatsächlich manchmal so wenig von irgendwelchem Wissen angehaucht ist. Insofern bleibt WWM immer spannend.“

Manchmal genießt Jauch es aber auch, bestimmte Kandidaten vorzuführen, denn natürlich hegt er nicht für jeden, der sich auf seinen Stuhl verirrt, große Sympathie. „Schön ist natürlich, wenn man bei überheblichen Kandidaten merkt: Da trägt einer ganz dick auf, und dann bringt man ihn so langsam ins Taumeln. Da kratze ich gerne an der Fassade.“ WWM-Fans können also aufatmen, denn bei so viel Spaß an der Sendung, bleibt Jauch seiner Quiz-Show wohl noch länger erhalten, deren Erfolg er sich so erklärt: „Eigentlich ist WWM ähnlich wie die Olympischen Spiele. Die kann man sich immer wieder angucken. Große Leistung und totales Versagen liegen oft nah beieinander. Freude, Neid, Trauer und Eifersucht – alles spielt eine große Rolle in dieser Show. Unterhaltsam ist am Ende nicht nur die Frage: Wer gewinnt wie viel? Die Tragödien bei der 500-Euro-Frage sind oft viel spannender.“