Sie feiern, bis der Arzt kommt: Die Rede ist von den jungen, quirligen Protagonisten des neuen ProSieben-Reality-Formats We love Lloret, die vor den Augen der Zuschauer an der spanischen Küste über die Strenge schlagen. Und die Medienwächter sind bereits alarmiert.

Lory Glory und ihre sieben Mitbewohner aus dem Ruhrpott dürfen in dem deutschen Ableger des US-Vorreiters Jersey Shore quasi die Sau raus lassen, müssen allerdings mit ihrem vorher verteilten Budget auskommen. Dass dieses vordergründig für Alkohol ausgegeben wird, dürfte dem Zuschauer bereits in den ersten Minuten nach Ausstrahlung klar sein. Viele Kritiker sind geradezu schockiert, was nicht zuletzt an Doku-Charakter Emilio liegen dürfte, der sich in einer Szene vor den Augen der Kamera in seinem eigenen Erbrochenen suhlt.

Es seien, so berichtet der Focus, schon mehrere Beschwerden bei der zuständigen Landesmedienanstalt eingegangen. Diese überprüft nun, ob „We love Lloret“ jugendbeeinträchtigend oder jugendgefährdent ist. Zwar wird das Reality-Format, das ab 16 Jahren freigegeben ist, erst nach 22 Uhr ausgestrahlt, in der Mediathek des Senders können die Folgen allerdings rund um die Uhr aufgerufen werden. Trotz aller Kritik bleibt ProSieben-Sprecher Christoph Körfer relativ gelassen und teilte lediglich schriftlich mit: „Wie alle Formate der Sendergruppe wurde auch jede einzelne Folge von ‚We love Lloret‘ einer professionellen jugendschützerischen Einschätzung, u.a. hinsichtlich entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte, unterzogen.“

Welche Schlussfolgerungen die Medienwächter nach gründlicher Recherche ziehen werden, bleibt allerdings abzuwarten. Bis dahin wird es wohl auch in der nächsten Folge am Donnerstag wieder heiß hergehen.