2009 musste das Popduo Rosenstolz eine zweijährige Zwangspause einlegen, da Peter Plate (44) ein Burn-out erlitt. Jetzt sind die beiden mit einem neuen Album zurück, aber so ganz hat der Sänger seinen Zusammenbruch von damals noch nicht überwunden.

„Anfang 2009 haben mich die Begleiterscheinungen des Erfolgs krankgemacht. Ich habe auf der Bühne eine Panikattacke erlitten und mich danach wegen Burn-outs, das ich lieber chronische Erschöpfung nenne, zurückgezogen“, erzählt Peter in einem Interview mit Zeit online. „Die Zeit nach dem Zusammenbruch war sehr schwierig für mich. Mehr als ein Jahr lang überfiel mich jeden Morgen das Gefühl: 'Mein Leben ist beschissen.' Ich hatte keine Kraft mehr, habe nur noch geweint.“ Mittlerweile gehe es ihm besser und er habe gelernt mit seinem Leben und der Arbeit anders umzugehen, aber „diese tiefe Traurigkeit“ sei nach wie vor vorhanden. „Ich versuche, ihr anders zu begegnen, zu akzeptieren, dass sie ein Teil von mir ist. Manchmal gelingt mir das. In anderen Momenten sehne ich mich danach, wieder so perfekt funktionieren zu können wie früher. Aber das war und ist eine Illusion. Das hat mich mein Zusammenbruch gelehrt“, erkennt der Musiker.

Seit dem Burn-out sei auch seine Wut verschwunden, so der 44-Jährige, aber er vermisse sie: „Sie hat mich vor vielem geschützt. Meine Wut konnte den Anforderungen, die auf mich einstürzen, entgegensetzen. Mit ihr erschien mir alles weniger bedrohlich. Ich wünsche mir also meine Wut zurück.“ Ein erster Schritt zurück in die Musik-Welt ist mit der Veröffentlichung des neuen Album „Wir sind am Leben“ getan und wir wünschen Peter Plate von Herzen, dass er seine Traurigkeit überwinden kann und auch seine Wut wieder findet.

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