Ist es wirklich die große Chance für talentierte Musiker, in einer Castingshow mitzumachen oder machen sich die Künstler da selbst etwas vor? Gerade in der aktuellen X Factor-Staffel sind die Zuschauer wieder live dabei, wenn die Hoffnungen vom großen Erfolg entstehen und die Träume genauso schnell wieder zerplatzen. Wir haben uns mit Sängerin Marit Larsen (28) während eines Promo-Termins für ihr neues Album darüber unterhalten, ob es sich wirklich lohnt, sich bei solchen Show-Formaten zu bewerben.

Im Laufe ihrer Karriere hat Marit inzwischen gelernt, worauf man achten muss, um im Musikbusiness Erfolg zu haben, das beweist ihr Platin-Hit „If a Song Could Get Me You“. Daher hat sie für die werdenden Stars noch ein paar hilfreiche Tipps parat: „Es geht darum, auf die eigene Stimme zu hören und herauszufinden, was einen selbst von der Masse abhebt, anstatt darüber nachzudenken, wie man dazugehören kann. Wenn man sich anhört und so schreibt wie jemand anders, besteht immer die Gefahr, dass dieser jemand das Publikum erreicht, das eigentlich dir zuhören könnte. Man sollte herausfinden, was einen einzigartig macht – und natürlich sollte man Spaß haben! Wenn man keinen Spaß an der Musik hat, ist der ganze Rest, der dazugehört, nichts wert.“

„Ja und Nein. Ich denke, wenn die Bewerber wirklich engagiert sind, ihr Leben lang Musik gemacht haben und schon in der Schule oder anderswo aufgetreten sind und auch schon erlebt haben, dass die Leute nicht bei ihren Songs geklatscht und Feedback gegeben haben, wenn man das im Hinterkopf hat, kann es großartig sein. So kann man einen Plattenvertrag bekommen und ein großer Künstler werden, aber es geht so unglaublich schnell! Es ist eben auch gefährlich, vor allem für die jungen Kandidaten, deren Bild von der Musikindustrie so formatiert wird. Plötzlich hat man all die Aufmerksamkeit, ohne langsam an der Aufgabe zu wachsen.“

Wenn Marit auf ihre Anfänge zurückblickt und sich vor Augen hält, wie sie reagieren würde, wäre sie in einer Castingshow gelandet, bekommt sie das Fürchten: „Wenn ich bei einem Casting ohne meine Instrumente auftauchen würde und dann Lieder von anderen Künstlern singen sollte, würde ich durchdrehen! Als Kind habe ich solche Castings gemacht; damals war ich zwar nervös, aber ich habe das Ganze nicht so ernst genommen, sondern es eher als ein Spiel betrachtet. Aber 16 oder 17 zu sein, das vor den Kameras zu tun, während ein ganzes Land zusieht, würde mich fertigmachen. Allerdings bin ich von den Menschen sehr beeindruckt, die mit so einem Druck umgehen und gut performen können.“ Gerade „X Factor“-Kandidatin Monique (16) kann also schon jetzt mächtig stolz auf sich sein, auch für den Fall, dass die Zuschauer sie vielleicht doch nicht bis ins Finale wählen sollten.

Diese Tipps sollten sich alle zukünftigen Stars wohl auf die Fahne schreiben, denn was nutzt all der Ruhm, wenn der Spaß bei der ganzen Arbeit auf der Strecke bleibt?

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