Viele Profi-Sportler leben ihren Traum. Sie konnten ihr Hobby zum Beruf machen und werden für ihre Leistungen gefeiert. Doch das Leben im Rampenlicht hat auch seine Schattenseiten, denn es gibt Fans, deren Bewunderung nur allzu oft ins Negative umschlägt. Das musste auch Ariane Friedrich (28) erfahren.

Die Hochspringerin wurde von einem Stalker belästigt und erhielt obszöne Emails. „Willst du mal einen schönen Schw*** sehen, Gerade geduscht und frisch rasiert.“ Diese schockierenden Worte des Mannes entzürnten die Sportlerin so sehr, dass sie auf ihrer Facebook-Seite zum Gegenschlag ausholte. Sie nannte den vollen Namen, sowie den Wohnort des Mannes und schrieb: „Ich möchte weder Ihr Geschlechtsteil, noch die Geschlechtsteile anderer Fans sehen.“ Gleichzeitig kündigte sie an, eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben. Mit diesem Vorgehen polarisierte sie extrem. Während einige es gut finden, dass die Leichtathletin sich gegen die sexuelle Belästigung zur Wehr setzt, rügen andere das öffentliche Anprangern als fragwürdige Selbstjustiz. Nachdem das Stalking-Opfer realisierte, welch hitzige Diskussion sie ausgelöst hatte, verteidigte sie ihr Vorgehen. Sie sei sich bewusst, welch großer Schritt es war, die obszöne Mail öffentlich zu machen, allerdings sei sie es einfach leid, auf diese Art und Weise belästigt zu werden.

„Es gibt einfach einen Punkt an dem Schluss ist. Anzeigen zu stellen, ist natürlich immer der richtige Weg, den ich zusätzlich gehen werde. Ich bin allerdings nicht mehr bereit, mich doppelt zum Opfer zu machen und stets zu schweigen - ich bin es schlicht leid. Genau das Herausnehmen aus der Anonymität ist meines Erachtens ein Mittel, um zu verdeutlichen, dass ich bereit bin, aktiv zu handeln und dass ich eben nicht mehr solche Sachen überlese und mich im Stillen mehr als darüber ärgere“, so ihre Rechtfertigung. Sie möchte im Hinblick auf andere Opfer Stärke beweisen und als gutes Beispiel vorangehen. Es wird sich zeigen, welche juristischen Folgen die Angelegenheit nach sich zieht.

Ariane FriedrichActionPress/Gladys Chai von der Laage
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