In dieser Woche hat Alex Clare (25) es tatsächlich bis an die Spitze der deutschen Single-Charts geschafft. Da ist es kein Wunder, dass wir zum Interview einen bestens gelaunten Musiker vorfanden, der liebend gern über die ganz besonderen Eigenheiten seiner Musik philosophieren wollte. Denn Alex bringt mit seiner Mischung aus coolem Soul und basslastigem Dubstep ganz frischen Wind in die Chartlandschaft.

Gerade weil sich viele schwertun, seine Musik einem bestimmten Genre zuzuordnen, versucht sich der Brite mit dem Rauschebart einmal selbst zu erklären: „Meine Musik ist vielseitig, sie hat viele verschiedene Katalysatoren und Inspirationsquellen, sowohl musikalisch als auch emotional. Jemand hat es Soulstep genannt. Ich denke, das kommt meiner Musik schon ganz nah, aber es passt trotzdem nicht ganz, weil ich meiner Meinung nach nicht genügend Dubstep-Elemente einbringe, um das zu rechtfertigen.“

Trotzdem möchte er sich wegen seiner Chartplatzierung nicht den Stempel des Popstars aufdrücken lassen, denn seiner Meinung müssen Genre-Bezeichnungen und das Bild des heutigen Musikers ohnehin völlig überdacht werden. „Mit dem Pop-Business ist das ja so eine Sache, wenn man anfängt Musik zu machen, wird es populär. Damit habe ich mich nie unwohl gefühlt, denn Musik speist sich ja aus anderen Einflüssen und entsteht daraus und viele Menschen sind so eingefahren in dem Denken, wie ein Genre sein sollte, das schränkt ein.“ Einen, der den Dubstep daher wie kein anderer in die Öffentlichkeit gerückt hat, kann er daher nur respektieren. Skrillex ist in Ordnung, ich würde nicht sagen, dass ich ein Fan bin, aber er ist klasse. Ich würde es allerdings nicht in meiner Freizeit hören.“

Eben weil er sich nicht in eine Schublade stecken lassen möchte, entschied er sich auch gern dafür, seinen Song für die Werbung zum neuen Microsoft-Browser zur Verfügung zu stellen. „Es ist ein absoluter Segen für mich. Dadurch wurde meine Musik Hunderttausenden neuen Menschen vorgestellt, die von mir noch nie gehört haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Das hat nichts mit Sell-Out zu tun, denn heutzutage muss man so viel wie möglich von sich preisgeben. Ich will nicht versnobbt wirken, aber letzten Endes sind es ganz normale Leute, die deine Musik kaufen, und man will ja nicht jene Menschen, die dich morgen hassen werden. Menschen lieben die Musik um der Musik willen.“

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