„Achduliebeslieschen Hamburg! Das war ja wohl das furioseste Lesetour-Finale ever!“, schrieb Sarah Kuttner (32) auf ihrer Facebook-Seite, nachdem sie am Freitag einen Auftritt im Rahmen ihrer Lese-Tour zu ihrem Buch „Wachstumsschmerz“ beendet hatte. Doch wer jetzt glaubt, dass sie sich in diesem Beitrag über einen erfolgreichen Abend freut, der irrt sich, denn ihre Nachricht geht noch weiter. „Direkt nach dem Signieren kam nämlich die Polizei, weil einer von Euch mich angezeigt hat!“ Doch wieso rückten die Beamten an?

Benjamin Bäuml (37), ein Hamburger mit äthiopischen Wurzeln, wirft der Autorin und Fernsehmoderatorin Rassismus vor. „Sie zog über diese 'Negerpuppe' her, ließ sich über deren 30 Zentimeter große 'Schlauchbootlippen' aus und wiederholte, wie ekelhaft und widerlich sie diese großen Lippen fand. Sie habe sie wegschmeißen müssen, weil es keinen Sinn gehabt habe, sie zu behalten. Das war einfach nur rassistisch“, erklärte der gekränkte Mann im Interview mit der Hamburger Morgenpost. „Ich bin zu dieser Lesung gegangen, weil ich Sarah Kuttner eigentlich ganz witzig fand. Aber das war einfach nur rassistisch!“ Im Anschluss an die Lesung wollte er die Autorin auf das in seinen Augen beleidigende Verhalten aufmerksam machen und forderte eine Erklärung. Doch nach Angaben von Bäuml reagierte Sarah Kuttner alles andere als einsichtig. Statt einer Erläuterung habe sie gereizt reagiert: „Ich muss gar nicht reden, ich rauche gerade“, so die vermeintliche Antwort der Moderatorin.

Anschließend soll sie ihren Manager zunächst dazu aufgefordert haben, Bäuml das Eintrittsgeld zurückzugeben, damit er verschwindet. Letztlich habe sie sich aber umentschieden. „Nein, gib ihm das Geld nicht wieder, der hat ja die Polizei auf mich gehetzt!“ Nach diesem Eklat entschied sich der unzufriedene Gast, Sarah Kuttner wegen Beleidigung anzuzeigen. „Habe eine professionelle Aussage gemacht und werde jetzt wohl Ehrenmitglied der Hamburger Polizei“, erklärte die Berlinerin. Obwohl nun ein Strafverfahren läuft, scheint Kuttner gelassen zu bleiben, denn statt beschwichtigender Worte verabschiedete sie sich im Internet folgendermaßen: „Danke für einen irren Abend! Jetzt gebe ich es mir so richtig rockstarmäßig mit Gemüse!“

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Sarah KuttnerAndreas Krufczik/WENN.com
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