Am vergangenen Sonntag waren bei Sat1 alle Zeichen auf Liebe gestellt, denn bei der Kuppelshow Auf Brautschau im Ausland wollten schwer vermittelbare Single-Männer ihre Traumfrau im Ausland finden. Dabei reisten sie unter anderem nach Thailand, Russland oder auf die Philippinen. Doch genau dies sorgte nun für eine Welle der Empörung und der Kritik.

So fordert die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die Absetzung der „frauenfeindlichen Sendung“, wie auf der Seite zu lesen ist. „Ich bezweifle sehr, dass die Herren an einer gleichberechtigten Partnerschaft interessiert oder überhaupt dazu in der Lage sind. Die Suche der Junggesellen nach einer Frau ist erbärmlich, aber auch, dass der Sender diese ‚Brautschau’ überhaupt ermöglicht“, kritisiert Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin der Organisation. Auch die Aussagen der Single-Männer seien schlichtweg sexistischer Natur und können nicht damit gerechtfertigt werden, dass die Darstellung der Junggesellen lustig sein solle, heißt es weiter. Damit sind Sätze gemeint wie zum Beispiel: „Frauen im Ausland sind einfach hübsch und motzen nicht so viel wie deutsche Frauen.“

„Mit der Sendung normiert der Sender den 'Handel' mit der 'Ware' Frau und unterstützt eine auf Benachteiligung angelegte Partnerschaft.“ Dies erinnere vielmehr „an Kolonialismus und nicht an ein Beziehungsmodell im 21. Jahrhundert.“ Klar, dass der Sender diese harsche Kritik nicht unkommentiert lässt und laut Bild erklärt: „Unsere Kandidaten treffen auf sehr selbstbewusste Frauen, die genau wissen, was sie wollen – und machen es unseren deutschen Kandidaten von Anfang an sehr deutlich.“

Auf Brautschau im AuslandSat.1
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Auf Brautschau im AuslandSAT.1 / Richard Hübner
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