Der Tod beider Elternteile muss für Kinder das Schlimmste sein, was ihnen zustoßen kann. Das Ganze gewinnt noch mehr an Brisanz, wenn der Vater oder die Mutter berühmte Persönlichkeiten waren, die stets von Kameras begleitet wurden. Dies mag auch einer der Gründe sein, warum sich Torsten Höllerich (35), der Sohn des im Jahr 1991 verstorbenen Schlager-Stars Roy Black (†48), völlig aus der Öffentlichkeit zurückzog, um sein Leben fernab des Rampenlichts zu gestalten.

Torsten flüchtete er schon vor Jahren in seine Wahlheimat Kolumbien, in der niemand seinen populären Vater sowie die tragische Familiengeschichte kennt. Jetzt möchte der 35-Jährige aber doch reden und gab der Zeitschrift Bunte ein Interview, in dem er ganz offen über die Tragödie, die seine Eltern umgibt, erzählte. „Ich habe meine Trauer manchmal unterdrückt, um zu überleben“, sagte Torsten ganz offen. „Manchmal sehe ich die Verzweiflung von Roy und Silke. Mal paart sich in mir Traurigkeit mit Wut, weil ich mich einfach so zurückgelassen fühlte. Aber das sind alles nur Augenblicke. Insgesamt habe ich meinen Frieden mit beiden geschlossen.“ 15 Jahre war Torsten, als sein Vater aufgrund seines übermäßigen Alkoholkonsums starb. Elf Jahre später nahm sich seine Mutter Silke mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben. „Sie fehlen mir eigentlich jeden Tag. Sie leben in mir fort. Ich spüre sie immer noch bei mir“, resümierte Thorsten.

Nach dem Tod Roy Blacks lebte Torsten zunächst in Hamburg und Marbella. Später verschlug es ihn nach Ibiza. Auf der Partyinsel eröffnete er ein Restaurant, das er jedoch wieder schließen musste. Dort lernte er seine heutige Freundin kennen, mit der er in ihr Heimatland Kolumbien zog. „Seit ich in Kolumbien lebe, habe ich endlich Ruhe. Ich musste einen Ozean und einen ganzen Kontinent überqueren, um endlich Frieden mit meiner Vergangenheit zu schließen.“ So ist auch der Streit um das Erbe vergessen, denn nach Blacks Tod entbrannte ein erbitterter Kampf um das viele Geld. Das Vermögen ging an Blacks Mutter Elisabeth, die es wiederum ihrem zweiten Sohn Walter übertrug. Torsten und seine Halbschwester Nathalie wurden nicht bedacht.

Über Jahre dauerte der Kampf vor Gericht, der am Ende mit einer Abfindung für die beiden Kinder seitens des Onkels endete. „Hier am anderen Ende der Welt bin ich weit genug weg von all den Anforderungen, immer nur der Sohn von Roy Black zu sein“, erklärte Torsten abschließend.

Roy BlackActionPress
Roy Black
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Roy Black
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