Die Olympischen Spiele sind in vollem Gange und wer sich nach der Fußball-Europameisterschaft immer noch nicht an sportlichen Groß-Events sattgesehen hat, der kann sich jeden Tag von den Leistungen der Leistungssportler in London unterhalten lassen. Manchen Fans wächst das Mitfiebern allerdings über den Kopf, wie sich nun zeigte. Wie DailyMail berichtet, ist in Großbritannien ein 17-jähriger Junge festgenommen worden, nachdem er via Twitter auf das Heftigste gegen den britischen Turmspringer Tom Daley (18) gehetzt hatte, der bei den Wettkämpfen leer ausging. Daley und sein Partner Pete Waterfield hatten am Montag beim Synchronspringen von Zehn-Meter-Turm lediglich den vierten Platz belegt und die Medaillen knapp verpasst, was den minderjährigen Pöbler wohl wütend machte.

Die bösartigen Nachrichten des fiesen Schreibers enthielten unter anderem den Kommentar: „Du bist eine Enttäuschung für deinen toten Vater!“ Der Vater des Sportlers war vor etwas über einem Jahr an einem Gehirntumor erkrankt und daran gestorben. Die Twitternachricht war natürlich ein großer Schock für Daley, der darauf antwortete: „Nachdem ich alles gegeben habe, kommen Iditoten und schicken mir das....“ Tom Daley hatte vor den Wettkämpfen geäußert, sein Vater habe ihn stets zu seinen Leistungen inspiriert und er widme ihm seine Erfolge.

Da der beleidigende User außerdem erwähnt hatte, Tom Daley ertränken zu wollen, geht man davon aus, dass diese Aussage zu der Verhaftung führte. Die Polizei konnte den Teenager daraufhin in einer Pension im südenglischen Weymouth ausfindig machen, wo die olympischen Segelturniere ausgetragen werden. Ein Sprecher der Polizei erklärte, man habe den Jungen in den frühen Morgenstunden wegen des Verdachts auf üble Nachrede festgenommen und er zeige sich aktuell kooperativ. In der Folge entschuldigte er sich auf Twitter bei dem 18-Jährigen Springer. „Es tut mir leid, Kumpel. Ich wollte nur, dass du gewinnst, weil es die Olympiade ist. Ich bin nur genervt, weil wir nicht gewonnen haben. Es tut mir leid Tom, bitte nimm meine Entschuldigung an. Bitte. Ich will nicht gehasst werden. Es tut mir echt leid.“

Schade, dass die Anonymität des Internets immer wieder Raum für niveau-und pietätslose Kommentare bietet.

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