Die ganze Welt schaute gestern Mittag gespannt nach Moskau: Nach fünf Monaten Untersuchungshaft verkündete dort die Richterin das Urteil im Fall Pussy Riot. Nach stundenlangem Bangen stand fest: Die Mädchen müssen für zwei Jahre ins Straflager. Die fünf Monate Untersuchungshaft werden auf dieses Urteil angerechnet. Doch was genau droht den Frauen in dem Lager?

Private Kleidung ist in den Straflagern nicht erlaubt – eine grüne Uniform ist Pflicht. Laut der Berichterstattung der Bild können die Schlafräume bis zu 120 Insassinnen bergen. Um sechs Uhr wird geweckt, danach geht es nach draußen zum Zählappell. Erst bei minus 30 Grad darf dieser drinnen stattfinden. Einmal im Monat dürfen die Mädchen eine Viertelstunde mit ihren Lieben telefonieren.

Das Urteil der Drei sieht eine „normale“ Unterbringung vor. Heißt: Sie dürfen frei im Lager herumlaufen und dieses sogar auch kurz verlassen. Zudem ist ein Betrag von 300 im Monat zum Ausgeben erlaubt – natürlich von ihrem eigenen Geld. Sechs kurze und vier lange Besuche dürfen die Mädchen pro Jahr empfangen – hinzu kommen sechs erlaubte Pakete von Familie und Freunden.

Sollte eine der Frauen gegen die Lager-Regeln verstoßen, droht eine „strenge“ Unterbringung. Das bedeutet: Isolation, keine Besuche und keine Telefonate. Im Gegensatz dazu ist bei guter Führung nach sechs Monaten ein „erleichterter“ Vollzug möglich. Dann dürften die Mädchen mehr Pakete und Besuche empfangen.

ActionPress/ ITAR-TASS
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