Es ist ein Urteil, das kaum mehr Aufsehen hätte erregen können: Gespannt wartete die Welt darauf, zu erfahren, wie lange die drei jungen Frauen von Pussy Riot wohl ins Straflager wandern werden müssten. Denn dass sie schuldig gesprochen werden, stand für die Meisten eigentlich schon fest, viel zu offensichtlich waren die Anzeichen dafür. Letztendlich entschied das zuständige Gericht, dass es zwei Jahre Haft für die Gruppe geben würde.

Wohlgemerkt für einen Auftritt von rund 40 Sekunden! Dass das in keinem Verhältnis steht, beanstandete nun auch die „Queen of Pop“, Madonna (54). Bereits mehrfach zeigte sie sich auf der Bühne als loyale Unterstützerin der jungen Russinnen, weswegen sie laut perezhilton.com folgendes Statement veröffentlichte: „Ich lege Protest ein gegen den Schuldspruch von Pussy Riot, zwei Jahre in einem Straflager verbringen zu müssen, weil sie für gerade einmal 40 Sekunden lediglich ihre politische Meinung kundgetan haben. Selbst, wenn jemand nicht damit einverstanden ist, wie sie den Ort ihres Protests ausgewählt haben, oder mit der Art, wie sie diesen vorgebracht haben: Dieses Urteil ist zu hart und de facto unmenschlich!“ Deswegen formulierte die 54-Jährige auch einen klaren Aufruf: Künstler aus aller Welt sollten für Pussy Riot und gegen den Urteilsspruch kämpfen, denn sie hätten bereits genug Zeit im Gefängnis verbracht: „Ich rufe außerdem GANZ Russland dazu auf, Pussy Riot in die Freiheit zu entlassen!“

Allerdings macht mittlerweile ohnehin die Nachricht die Runde, dass der Punk-Band ein Teil des Straflagers unter Umständen erspart bleiben könnte. Die Anwälte der Gruppe wollen auf jeden Fall in Berufung gegen das Urteil gehen, die russische Presse spekuliert bereits auf eine Abmilderung der Strafe in zweiter Instanz. So könnte aus zwei Jahren Straflager eines werden.

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MadonnaGeorge Chin/WENN.com
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