Als das Urteil gegen Pussy Riot verkündet wurde, stockte der Welt der Atem, denn eine Haftstrafe in Russland, die man in einem Straflager abgelten muss, sind in keiner Weise vergleichbar mit den Justizvollzugsanstalten hierzulande. Nicht ohne Grund sind damals sogar zwei Mitglieder außer Landes geflohen, bevor sie von der Polizei geschnappt werden konnten.

Nachdem jüngst Jekaterina Samuzewitsch (30) entlassen wurde, bleibt die Sorge um die beiden letzten Musikerinnen, die wegen ihres politischen Protestes gegen Präsident Wladimir Putin (59) die Staatsgewalt zu spüren kriegen. Nadeschda Tolokonnikova (23) und Maria Aljochina (24) wurden jetzt in zwei unterschiedliche Haftlager gebracht. „Nadya Tolokonnikova wurde nach Mordovia gebracht und Maria Aljochina nach Perm. Sie wurde am Samstag dorthin geleitet “, bestätigte die Anwältin Violetta Volkova jetzt öffentlich. Bei allen, die mit den Punk-Künstlerinnen sympathisieren und sich mit dem dortigen Justizsystem auskennen, lief in Anbetracht dieser Meldung vermutlich ein Schauer über den Rücken.

Diese zwei Lager sind dafür bekannt, dass die Insassen unter heftigsten Bedingungen zu leiden haben. „Von allen möglichen Optionen, sind das die beiden grausamsten Straflager“, kommentierte man auf der Twitter-Seite der „Pussy Riot“-Anhänger. Es heißt, die Zustände seien geradezu unmenschlich. In den umstrittenen „Höllenlagern“ soll es sogar zu Misshandlungen durch Mitgefangene kommen, sagen Bürgerrechtler. Die Verurteilten hatten zuvor darum gebeten, ihre Strafe in Moskau absitzen zu dürfen, damit sie näher bei ihren Kinder sind. Diese Forderung wurde damit abgeschmettert. Die Rechtsvertreterin der beiden will jedoch nicht aufgeben und kündigte an, weitere rechtliche Schritte einleiten zu wollen.

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Daniel Deme/WENN.com
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