Über acht Jahre war er fester Bestandteil von Unter uns. Auch wenn er nur eine Nebenrolle verkörperte, war er einfach immer präsent und überzeugte die Fans mit seiner witzigen, manchmal etwas bissigen Art. Doch in Zukunft wird Schiller-Koch Richie, gespielt von Schauspieler Marco Sprinz (42), nicht mehr in der Serie dabei sein. Am 6. November verlässt die Figur nämlich zusammen mit seiner großen Liebe die Schillerallee.

Über die Gründe, die Marco zum Ausstieg trieben, sagte er im Interview mit dem Express bereits, dass er sich mit der Produktion nicht mehr auf ein angemessenes Gehalt einigen konnte und er sich deshalb lieber von seiner Rolle verabschiedete. Nun meldete er sich aber noch einmal auf seiner Homepage zu Wort und erklärte dort noch einmal in seinen eigenen Worten, wie es zum Abschied kam. „Auch wenn es zuletzt einige Diskrepanzen zwischen mir und der Produktion gegeben hat, bin ich im Großen und Ganzen sehr dankbar für die lange Zeit, in der ich diese tolle Figur Richie kreieren, viele Erfahrungen sammeln und sehr viel dazu lernen konnte“, so der Darsteller. „Dabei sind mir die großen Highlights, wie das Internetmajor, die Gesangsauftritte und insbesondere die Kooperation mit dem Kölner Schauspielhaus genauso wichtig wie die unzähligen kleinen gelungenen Szenenmomente, auch jene, die nie ausgestrahlt wurden, weil sie aus Zeitgründen dem Schnitt geopfert werden mussten. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Storylinern, die den leicht verrückten Koch immer wieder mit markanten Sprüchen und schrägen Geschichten versorgt haben“, schrieb er weiter.

Die Rolle hätte ihm viele Freiheiten ermöglicht und so konnte er nebenbei immer wieder auf der Bühne stehen und dort auch große Rollen verkörpern. Jedoch ist er sich auch darüber im klaren, dass dies nicht selbstverständlich ist und die Normalität meist doch anders aussieht. „Dazu zählt auch immer wieder mal vorübergehende staatliche Unterstützung“ zu beziehen, erklärte er und genau aus diesem Grund habe er sich auch „nicht gescheut, offen darüber zu reden“.

Außerdem verkündete er, dass sein Plan, künftig mehr zu singen, nicht bedeutet, dass er sich nun völlig neu orientiere. „Ich bin und bleibe Schauspieler. In meinem Fall halt ein Schauspieler, der sehr gerne singt.“ Mit seinem Roadmusical könne er nun beide Ausdrucksformen kombinieren. „Die Idee dazu kam mir übrigens 2009 während einer USA-Reise. Und da ich glaube, dass man als Künstler seiner Inspiration verpflichtet ist und ich mittlerweile besser singen kann als Sylvester Stallone (66) boxen, habe ich diese Idee immer weiterentwickelt“, schrieb er mit einem Smiley versehen.

Abschließend bedankte sich Marco auch noch einmal bei seinen Fans, die seine „Art zu spielen so zahlreich geschätzt und ausgezeichnet“ hätten und „eine enorme Motivation“ für ihn waren. Auch eine Bemerkung zu Richies Nachnamen konnte er sich letztendlich nicht verkneifen: „Und was Richies Nachnamen anbelangt, so war es - glaube ich - nur ihm peinlich, Koch zu heißen. Ich persönlich finde den Gag ziemlich gut. Und bin allerdings auch froh, dass ich nicht Richard oder Marco Koch heiße, sondern Marco Sprinz.“

WENN
RTL / Menne
RTL / Stefan Behrens


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