Welche Plattform wäre für die filmische Biografie einer russischen Punkrock-Girlband, die aufgrund von Blasphemie und Volksverhetzung in den Knast geworfen wird, besser geeignet, als das „Sundance Film Festival“ in Utah? Richtig, keine! Das dachte sich auch das Regie-Duo Mike Lerner/Maxim Pozdorovkin und stellte „Pussy Riot - A Punk Prayer“ dem US-Indie-Publikum vor.

Da es den beiden ein Anliegen ist, ihre Story um Menschenrechtsverletzung und kritikunfähige Staatsführer „mit der Welt zu teilen“, zeigten sich die beiden Männer laut NME geradezu euphorisch, dass der TV-Gigant HBO sich die Rechte an dem Streifen gesichert hat. Die Sensibilisierung des US-Fernsehpublikums dürfte also zumindest in der Theorie gesichert sein.

In einem Interview vom vergangenen Monat erklärte Pozdorovkin noch, er habe versucht, der Doku ein großes persönliches Element zu geben: „Der Film zeigt Szenen von der Gerichtsverhandlung der Frauen. Man sieht, wie Pussy Riot diese in eine Performance verwandelt. Sie blühen auf und nehmen die Rolle an, die man ihnen gegeben hat. Russland hatte in den 70ern keine Punk-Bewegung, das ist also kolossal für die Jugend. Wir haben Familien und Anwälte interviewt, man sieht und hört die Mädels miteinander sprechen. Wir wollten Masha, Nadia und Katia als Individuen darstellen. Weshalb sie das getan haben, was sie getan haben und wie es ihnen seither ergangen ist.“

Da die internationalen TV- und Kinorechte bislang noch nicht geklärt sind, warben die Regisseure: „Wir hoffen, dass die Doku im Frühling in allen Teilen der Welt zu sehen ist. Es ist ein toller Film fürs erste Date. Dann muss man keine Angst haben, dass man keinen Gesprächsstoff findet.“

ActionPress/ ITAR-TASS
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