Ob Novarock, Summerjam oder Greenville - bei den einschlägigen Festivals ist Reggae-Headliner Gentleman (38) auch im Sommer 2013 wieder dabei. "Wir spielen so 30 Festivals. Die fangen im Mai an und gehen bis in den September rein", verriet uns der sympathische Künstler im Promiflash-Interview. Im Herbst diesen Jahres geht es dann auf Deutschland-Tour, 16 neue Songs aus dem Album "New Day Dawn" im Gepäck. Was macht den großen Unterschied zwischen seinen eigenen Live-Shows und den Festival-Gigs aus?

"Zum einen ist die Spielzeit viel kürzer. Dadurch wird es immer schwieriger eine Set-List zu erstellen. Mir graut es jetzt schon davor, weil jetzt kommen wieder 16 neue Songs dazu. Was aber positiv ist: Es gibt andere Künstler, es ist vom Druck her nicht ganz so groß wie ein Konzert, du hast viel mehr Off-Days zwischen den Festivals, man trifft viele Leute, es ist im Sommer, draußen, das macht natürlich einen Unterschied", so der 38-Jährige zu der Atmosphäre auf Festivals. "Trotzdem haben die Clubs etwas Intimes. Ich brauche beides, das hat beides seinen Charme."

Und wie sieht es da mit dem Publikum aus? Wer bereits das ein oder andere Festival besucht hat, der weiß ja, dass es da nicht in erster Linie um die Musik geht, die am Wochenende gespielt wird, sondern ganz andere Sachen in den Fokus rücken. Der Musiker sieht das ganz ähnlich: "Ich glaube, dass sich beim Festival die Leute generell mehr wegschießen. Das kann vorteilhaft sein, ist manchmal aber auch nachteilhaft. Wenn man mal nicht so gut drauf ist, kriegt das keiner mit, aber negativ: Wenn man gut drauf ist, kriegt das auch keiner mit. Der Mensch hat ein Recht auf Rausch und das ist auch okay, aber wie gesagt, hat alles Vor- und Nachteile."

Zu guter Letzt interessierte uns dann noch, ob Gentleman, der im Dezember immerhin auf 20 Jahre Bühnenpräsenz zurückschauen kann, sich im Laufe der Zeit irgendwelche bestimmten "Rituale" zurecht gelegt hätte, bevor er sich vor sein Publikum begibt: "Naja, ich werde ganz still. Ich brauche dann ganz viel Ruhe, also nicht den ganzen Tag. So eine halbe Stunde oder Stunde vor der Show ziehe ich mich zurück und will alleine sein. Dann höre ich nur auf meinen Atem und gehe das Konzert ein bisschen durch. Dann kommen wir alle noch einmal zusammen, lassen einen Brunftschrei aus und dann gehen wir auf die Bühne."

GentlemanAnneke Ruys/WENN.com
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