Schockierende Nachrichten aus der Lindenstraße: In der Rolle der Anna Ziegler kennen Millionen von Zuschauern die Schauspielerin Irene Fischer (53) aus der beliebten Serie. In einem Interview erzählt die 53-Jährige nun zum ersten Mal, dass sie Depressionen hat. Doch wie wurde der Fernseh-Star depressiv? "Ich litt an Brustkrebs. Im Zuge der Behandlung wurde ich vor fünf Jahren operiert. Eines der Narkosemittel kann Depressionen auslösen. Bei mir war es so - nur: Ich habe nichts gemerkt", erklärt sie gegenüber Bild.

Fünf Jahre lang konnte Irene Fischer nicht schlafen. Ein Anzeichen für eine Depression, dass sie als solches nicht wahrnahm. "Es gibt Arten, die sich nicht klar äußern. Ich zum Beispiel konnte nicht schlafen. Es war furchtbar nicht abschalten zu können", sagt sie. Die Schauspielerin verzichtete auf Alkohol und Kaffee und machte Yoga. Doch nichts half. Am Ende war die 53-Jährige so verzweifelt, dass sie Schlaftabletten haben wollte. "Mein Hausarzt wollte mir keine verschreiben, wegen Suchtgefahr. Ein Freund riet mir 'Versuch es in der Psychatrie'. Schließlich entschied sie sich dafür. Doch die Entscheidung fiel ihr sehr schwer: "Ich bin glücklich. Ich habe Kinder, Enkelkinder, einen der schönsten Berufe der Welt. Depression wäre mir nie in den Sinn gekommen. Doch Tests ergaben, dass das Narkosemittel chemische Reaktionen in meinem Gehirn verändert hat. Ich bekam ein Antidepressivum und konnte endlich schlafen", so Fischer. Das Medikament nimmt sie immer noch. Seit Anfang des Jahres ist die Schauspielerin Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die sich für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten einsetzt. Sie sucht jetzt die Öffentlichkeit, weil sie eine klare Botschaft vermitteln will: "Auch mit Depressionen kann man ein erfülltes Leben leben."

Irene FischerWDR/Steven Mahner
Irene Fischer
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Irene Fischer
Irene FischerWENN
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