Dass die Reality Queens auf Safari auf ProSieben unter keinem guten Stern stehen, stand schon fest, als das RTL-Pendant Wild Girls gnadenlos floppte. Nach einem mäßigen Start mit viel Gezicke und wenig Publikum gibt es jetzt noch weitaus schwerere Vorwürfe!

Mehrere Organisationen finden die Sendung nämlich äußerst rassistisch, sie vermittele ein "neokoloniales Bild Afrikas". In einem offenen Brief an den Chef von ProSieben steht außerdem: "Das in der Sendung erzeugte Bild von Tansania und seinen Menschen ist einfältig, beleidigend und menschenunwürdig. Die Ausstrahlung der Sendung in der deutschen Medienlandschaft ist daher inakzeptabel." Deswegen forderte dieses Bündnis aus verschiedenen Organisationen die sofortige Absetzung des Formats. Doch das lässt der Privatsender selbstverständlich nicht auf sich sitzen und ließ über einen Sprecher verlauten: "Es liegt uns fern, ein 'neokoloniales Bild Afrikas' zu zeichnen. Im Gegenteil: Wir möchten in diesem Unterhaltungs-Programm besonders die Schönheit Afrikas zeigen. Dazu reisen wir quer durch das Land. Dabei blicken wir durchaus mit einer gehörigen Portion Humor und Selbst-Ironie auf unsere Reality-Queens und ihre Ansprüche, zeigen sehr viel Respekt vor der tansanischen Bevölkerung."

Der Sender will die "Reality Queens auf Safari" natürlich weiterhin ausstrahlen und verteidigt sein Trash-Format. Fakt ist: Es wird immer Leute geben, die gegen den Trash vorgehen wollen. Andererseits: Wenn die Sendung wirklich abgesetzt würde, würden das wahrscheinlich auch gar nicht so viele Menschen merken. Das Ende bleibt offen.

ProSieben/ Guido Ohlenbostel
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