Sie wird nicht die Erste sein! Schon vor Dakota Johnson (23) gab es einige bekannte Hollywood-Damen, die im Film zur Sklavin wurden. Schon Maggie Gyllenhaal (35) ließ sich knechten und auch Kim Basinger (59) bekam die Gerte zu spüren. Hättet ihr es gewusst? Wir wühlen mal ein bisschen in der Film- und Buchgeschichte herum und zeigen euch, bei wem sich Dakota für die Verfilmung von Shades of Grey ein paar Tipps holen sollte!

Shades of Grey ist damit leichte Kost in der Erotik-Literatur und verdient seinen immensen Erfolg vor allem durch die Liebesgeschichte zwischen Christian und Anastasia. Wenn Dakota Glück hat, wird der Fokus der Shades-Verfilmung genau darauf liegen und sie entgeht den härteren Szenen. Andernfalls kann sie ja mal bei Maggie und Kim durchklingeln und fragen, wie die das damals denn gemacht haben. Wie auch immer sich Dakota als Ana schlägt - oder schlagen lässt - es haben sich auf jeden Fall auch schon andere an Film-SM gewagt und keinen Image-Schaden davongetragen. Also kein Grund für Bammel! Und wer weiß, vielleicht hat die unscheinbare Dakato auch längst etwas Ahnung von dem Stoff…

So wirklich neu ist das Thema ja nicht. Seit Anbeginn der Filmgeschichte gab es etliche Werke, in denen es ganz eindeutig um "Liebe und Hiebe" ging. Aber nie gab es einen solchen Hype um ein Sadomaso-Filmchen wie bei Shades of Grey! Denn weil alles Vorherige zeitlich länger zurück liegt - bedenken wir allein Marquis de Sades Geschichten aus der Zeit der Französischen Revolution - hatten diese Filmprojekte nicht dieselben Möglichkeiten wie Shades of Grey. Denn die Story um Christian und Ana ist schließlich ursprünglich als E-Book veröffentlicht worden. Damit folgte eine wirklich virenartige Verbreitung im Netz, bis Autorin E. L. James (50) ihr schmutziges Werk auch als gedrucktes Buch an die Frau bringen konnte.

Wer lieber liest als guckt (und auch ein wenig abgehärtet ist), der könnte sich an die Mutter aller SM-Bücher wagen. Gut, auch vor der "Geschichte der O" gab es zahlreiche Schriften über das Thema, doch mit "O" gab es zum ersten Mal eine weibliche Autorin, die damit für Furore sorgte - und das mitten zu der Zeit, als Frauen ihre BHs verbrannten und damit ihren Befreiungsschlag von der männerdominierten Welt symbolisieren wollten. Ganze 40 Jahre hielt die Französin Anne Desclos (✝90) ihre Identität geheim, so negativ wurde das Buch zum Teil aufgefasst. Ganz anders als Shades of Grey! Doch warum? "O", einen wirklichen Namen hat sie nicht, macht sich freiwillig zum Sklaven-Objekt und das ganz ohne einen Grey, der sie großartig beschenkt und für sich allein will. Extrem! Sie nimmt alles hin, lässt sich sogar brandmarken und war damit Wegbegleiterin für das heutige Verständnis von SM. Das hat E. L. James mit ihrem "Mommy Porn" ganz schön aufgerüttelt und verfälscht und so den Hang zu dem gewissen Fetisch zum Mainstream gemacht.

Will Dakota ein bisschen ihre Recherche zum Filmskript von Shades of Grey vertiefen, wird sie auch auf "Belle de Jour" stoßen. Der auf dem gleichnamigen Buch basierende Film kam schon 1967 in die Kinos und machte die französische Darstellerin Catherine Deneuve (69) über Nacht zum Sex-Star! Anders als Shades of Grey es vermutlich tun wird, wirkt der Film wie eine abstrakte Traumlandschaft der Fetische und heimlichen Gelüste. Séverine, eine junge und dazu auch bildhübsche verheiratete Frau, sehnt sich danach, ihre eigene sexuelle Revolution zu erleben und schon die erste Szene des Films hat es in sich: Catherine Deneuve lässt sich gefesselt an einem Baum von mehreren Typen auspeitschen! Aua! Ob Dakota wirklich auf die Dreharbeiten zum Shades-Film vorbereitet ist? Das preisgekrönte Werk von Regisseur Luis Buñuel (✝83) gilt als einer der besten Filme des Genres. Wer allerdings heiße Bettszenen mit Bondage und Paddle erwartet, der wird hier einschlafen.

Die meisten der Filme, die sich bereits mit SM beschäftigten, waren keine großen Erfolge an den Kinokassen. Es fehlte einfach an Bekanntheit und Resonanz und bis Shades of Grey galt Vieles als schmutzig und verdorben. Dabei ging es in den Filmen heftig zu! Doch meistens gewannen sie erst lange Zeit später an Kultstatus. So zum Beispiel "Secretary". Vielleicht schon mal das Cover der tief gebückten Maggie Gyllenhaal in der Videothek eures Vertrauens gesehen? Bereits 2002 wagte sich Maggie an die anspruchsvolle Rolle der seelisch gezeichneten Lee Holloway heran, die sich in ihren dominanten und sadistischen Chef namens - und nun aufgepasst - Edward E. Grey verguckt. Die Liebesgeschichte mit James Spader (53) als Grey wird gekrönt von ordentlichen Klatschern auf den Po und Gemeinheiten gegen Lee. Für zartbesaitete Shades-Leser könnte mit dem Film ihre von James erschaffene Sadomaso-Märchenwelt ziemlich zerstört werden, denn Maggie aka Lee liebt es einfach, bestraft zu werden! Keine Provokation wird ausgelassen und Maggie bettelt und fleht was das Zeug hält und bekam dafür den Golden Globe.

Ganz anders als damals Kim Basinger in "9 ½ Wochen". In den 80er Jahren sahen sie und vor allem Mickey Rourke (61) noch ganz frisch im Gesicht aus und ließen sich mit dem Film auf einen ganz bestimmten Aspekt von SM ein, der Erziehung und Unterwerfung! Und so verrückt Kim alias Elizabeth nach sexy Mickey aka John ist, so wirklich Gefallen findet sie nicht an seinen erzieherischen Methoden, der Demütigung und den wahren Psychospielchen. Als absolut gelungenes Meisterwerk gilt dieser Film nicht, jedoch dürften viele ein paar der Szenen des Wochen-Films kennen. Nicht zuletzt weil Sarah Connor (33) mit ihrem Video zu "Sexual Healing" unter anderem die Idee mit dem matschigen Essens-Petting vorm Kühlschrank klaute. Mit Elizabeth hat Ana Steele gemeinsam, dass sie sich erst in ihre Rolle einfinden muss und sich am Ende gegen ihren "Herrn" entscheidet. Doch wie wir wissen, gibt zumindest Ana ihrem Grey eine zweite Chance.


...und wie viel wisst ihr sonst noch? Macht das "Shades of Grey"-Quiz:

Maggie GyllenhaalHRC/WENN.com
Maggie Gyllenhaal
Kim BasingerWENN
Kim Basinger
Dakota JohnsonWENN
Dakota Johnson


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