Er gehört zu den schillerndsten Figuren des Internets: Kim Schmitz (40) alias Kim Dotcom gründete "Megaupload", machte Schlagzeilen als Hacker und geriet später öfter mit dem Gesetz in Konflikt. Jetzt ist Kim Dotcom pleite. Das jedenfalls behauptete der einstige Internet-Millionär vor einigen Stunden auf Twitter.

Kim Dotcom
Getty Images
Kim Dotcom

"Es ist offiziell. Ich bin pleite!", gesteht Kim Dotcom auf dem 140-Zeichen-Dienst - und verweist auf ein Video, das die wichtigsten Fragen rund um diese Meldung beantworten soll. In dem Skype-Interview auf einer Digitalkonferenz, das über 30 Minuten dauert, räumt der mittlerweile in Neuseeland ansässige Unternehmer ein, 10 Millionen Dollar für seine Verteidigung vor Gericht ausgegeben zu haben. "Das hat meine Reserven aufgezehrt."

Kim Dotcom
ActionPress / Rex Features Ltd.
Kim Dotcom

Amerikanische Kläger werfen Kim Dotcom Urheberrechtsverletzungen in Höhe von 500 Millionen Dollar vor. In dem Skype-Interview erneuerte Kim Dotcom seine Kritik an der US-Regierung. "Ich habe den Glauben in das Rechtssystem verloren. Es läuft nur nach dem Prinzip: 'Wer zahlt, gewinnt.'"

Kim Dotcom
ActionPress / Rex Features Ltd.
Kim Dotcom

Nun fürchtet Kim Dotcom, der sich zurzeit ohnehin täglich bei der Polizei melden muss und sich nicht mehr als 80 Kilometer von seinem Landsitz entfernen darf, bald wieder im Gefängnis zu landen, da die neuseeländische Regierung seine Freilassung auf Kaution zurückziehen könnte. Sein neuer Cloud-Speicherdienst "Mega" soll mittlerweile zwar einen Wert von 210 Millionen Dollar haben, sagte der Gründer im Video-Interview; das Unternehmen gehöre rechtlich allerdings seiner Frau, von der er sich kürzlich getrennt hat.

Trotz der Bankrotterklärung hat er seinen Humor nicht verloren: Er verabschiedete sich von seinem möglicherweise vorerst letzten öffentlichen Interview mit den Worten: "Wenn ich ins Gefängnis gehen sollte, schickt mir Postkarten - Postkarten mit Katzen drauf!"

Das volle Interview gibt es hier: