Seit vielen Jahren kann kein Weihnachten vergehen, ohne dass "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" wenigstens zehn Mal über den Fernsehbildschirm flimmert. Das Märchen, das eine abgewandelte Form des grimmschen "Aschenputtel" darstellt, gehört inzwischen fest zur Weihnachtszeit dazu und begeistert immer wieder neue Generationen von Märchen-Fans. Doch heute ist es schon 41 Jahre her, dass die deutsch-tschechische Produktion zum ersten Mal gezeigt wurde. Wie es da wohl den Schauspielern in der Zwischenzeit ergangen ist?

Libuse Safrankova
Petr Novak / WENN
Libuse Safrankova

Wenn man an das Märchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" denkt, denkt man natürlich als erstes an das hübsche Aschenbrödel, gespielt von Libuše Šafránková. Als der Film erschien, war sie süße 20 Jahre alt, inzwischen ist sie 61, aber noch immer erkennt man sie auf den ersten Blick. Ihr Erfolg als Aschenbrödel brachte ihr noch weitere Märchenrollen ein - Fans kennen sie sicherlich auch aus "Die kleine Meerjungfrau" (1976) oder "Der dritte Prinz" (1982). Bis heute spielt die beliebte Aktrice immer wieder vor allem in tschechischen Filmen mit, lebt aber mit ihrem Mann Josef Abrhám sehr zurückgezogen und gibt so gut wie gar keine Interviews. Libuše hat einen heute 37-jährigen Sohn, der genauso wie sein Vater heißt.

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Zum Aschenbrödel gehört natürlich auch ihr Prinz, gespielt von Pavel Trávníček (64). Ebenso wie Libuše war er vor "Aschenbrödel" in erst einem Film zu sehen und ist auch heute noch sehr erfolgreich in Tschechien. Er arbeitet als Intendant am Theater und steht auch selbst auf der Bühne. Zudem ist er in seiner Heimat auch die Synchronstimme von beispielsweise Jeff Goldblum (62) und tritt als Moderator auf. Inzwischen war er schon drei Mal verheiratet - zuletzt mit einer 27 Jahre Jüngeren - und hat zwei Söhne.

Libuse Safrankova
WDR/DRA
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Zu einer der deutschen Hauptrollen gehörte auch der beliebte DDR-Schauspieler Rolf Hoppe, der den König mimte. Seine Königin, Karin Lesch, suchte er selbst aus. Die heute 79-Jährige hat sich im Gegensatz zu ihm nach "Aschenbrödel" aber sehr zurückgezogen, spielte jedoch noch ab und an Theater.

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Eine Schlüsselfigur stellte auch der Knecht Vinzek dar. Vladimír Menšík war auch nach "Aschenbrödel" viel vor der Kamera beschäftigt, verstarb aber 1988. Er wurde nur 68 Jahre alt. Auch die böse Stiefmutter, gespielt von Carola Braunbock, gehört zu den Hauptcharakteren, die einem im Gedächtnis bleiben. Die in Böhmen Geborene wuchs in der DDR auf und passte somit perfekt in diese Produktion. Vor und nach "Aschenbrödel" hatte sie unter anderem immer wieder Engagements bei "Polizieruf 110". Leider verstarb die Schauspielerin nur vier Jahre nach den Dreharbeiten an dem Märchen im Alter von gerade einmal 54 Jahren. Woran Braunbock aber starb, ist nicht bekannt.

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WDR/DRA
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Nicht nur Braunbock und Menšík ereilte ein früher Tod, auch Jaroslav Drbohlav, der einen der beiden ständigen Begleiter des Prinzen spielte, starb 1985 bereits mit 38 Jahren.

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