Drama im Mittelmeer. Die als beste Freitaucherin aller Zeiten geltende Natalia Molchanova wird seit einem Tauchgang in der Nähe der spanischen Insel Ibiza am 2. August vermisst. Die bisher als Rettungsaktion eingestufte Suche der Behörden im tiefen Wasser wurde eingestellt. Auch ihr Sohn Alexy Molchanov, der ebenfalls als Freitaucher berühmt ist, hat alle Hoffnung aufgegeben, dass seine Mutter lebend gefunden wird.

Natalia Molchanova
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Wie die New York Times berichtete, habe es sich bei dem Tauchgang am Sonntag eher um einen kleinen Ausflug, als um eine echte Herausforderung für die mit ihren 53 Jahren topfite Hochleistungssportlerin gehandelt. Erst im letzten Jahr hatte die Schwimmerin ihren Rekord beim Tieftauchen ohne Sauerstoff und ohne Flossen aufgestellt, der bei 71 Metern liegt. Am Sonntag war sie zusätzlich ohne Seil getaucht, weil es ihr nicht darum ging, die Tiefe zu messen.

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Als Natalia nach mehreren Minuten nicht wieder auftauchte, versuchten sie begleitenden Freunde, sie zu finden und riefen per Bootsfunk Hilfe. Innerhalb von Minuten waren Hilfskräfte eingetroffen. Doch alle Suche blieb bisher erfolglos. Aufgrund tückischer Strömungen gestaltete sich diese allerdings von Anfang an schwierig. Auch mögliche plötzliche Temperaturabfälle, die Menschen in einen Schockzustand versetzen könnten, erschwerten die Bemühungen der Rettungskräfte und könnten zusätzlich eine Rolle in Natalias Unglück gespielt haben. Das Verschwinden der fitten Sportlerin bleibt deshalb leider weiterhin ein Rätsel.

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Natalias Sohn Alexy erklärte gegenüber der New Yorker Zeitung: "Es scheint, dass sie im Meer bleiben wird. Ich glaube, das würde ihr gefallen."