Er gehörte zu den berühmtesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Welt: Henning Mankell (67) schrieb über 40 Bücher. Jetzt ist er im Alter von 67 Jahren verstorben.

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Im Januar 2014 machte der Autor seine Krankheit bekannt: Henning Mankell litt an Krebs, im Hals und in der Lunge wurden Tumore entdeckt. Erst im September gestand er, dass ihm wohl bewusst sei, dass er daran sterben werde. Jetzt hat der Bestseller-Autor den Kampf gegen die heimtückische Krankheit verloren. Das teilte der Hanser Verlag mit. Mankell wurde in Deutschland vor allem durch seine "Wallander"-Romane berühmt, die Krimis wurden mehrfach verfilmt.

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Doch er war auch selbst als Regisseur tätig: Zwei "Borowski"-Tatorte entwickelte er mit und lieferte Vorlagen für viele weitere Fernseh-Thriller. Auch politisch engagierte sich der Schwede und beteiligte sich unter anderem an Protesten gegen den Vietnamkrieg, Portugals Kolonialkrieg in Afrika und gegen das Apartheidsregime in Südafrika. 2009 erhielt der Bestseller-Autor sogar den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück "für sein Afrika-Werk". Mankell hatte zuvor den Film "Mein Herz schlägt in Afrika" gedreht, der das Schicksal von Straßenkindern, oft ausgestoßenen Albinos und jungen Erwachsenen zeigt, die von ihrer Vergangenheit als Kindersoldaten traumatisiert sind.

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Henning Mankell hinterlässt seine Frau Eva Bergmann und den Sohn Jon Mankell.