Für den Film "Er ist wieder da" machten die Darsteller eine krasse Veränderung durch. Oliver Masucci (47) verwandelt sich in der Satire über Nacht zu Adolf Hitler und trifft auf die Sekretärin Fräulein Krömeier, gespielt von Franziska Wulf (31). Zwar ist die Schauspielerin im wirklichen Leben eher zurückhaltend – doch im Kampf gegen Rechts ist sie überaus engagiert!

Franziska Wulf
AEDT/WENN.com
Franziska Wulf

"Dit machense richtig supa, Herr Hitler, dafür dasse ditte das erste Mal machen", berlinert die naive Schwarzhaarige im Film, als sie "ihrem Hitler" die Weiten des Internets zeigt. Mit treudoofen Fragen wie "Heißense eijentlich wirklich so?" sorgt die Figur stets für Lacher. Hinter dem fiktiven Charakter verbirgt sich eine großartige Schauspielerin, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzt. "Ich bin in Schwedt an der Oder groß geworden. Da gab es in meiner Jugend rechte Aufmärsche", erinnert sich die zierliche Frau im Gespräch mit der Bild. "Wir haben dann entweder die Glocken dagegen geläutet und dafür Anzeigen kassiert, oder demonstriert. Ich komme aus einer Polizisten-Familie. Einmal hat mich mein eigener Cousin wegtragen und festnehmen müssen bei einer Anti-NPD-Demo", so die 31-Jährige.

Oliver Masucci
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Oliver Masucci

Die Künstlerin ließ sich auch als Jugendliche nicht von Neonazis in die Irre führen, im Gegensatz zu einer real existierenden Person. Hitlers jüngste Privatsekretärin Traudl Junge vertraute dem Politiker blind, verbrachte sogar gemeinsam mit ihm die letzten Kriegstage im Schutzbunker. Kurz vor ihrem Tod wurde sie durch die Dokumentation "Im toten Winkel - Hitlers Sekretärin" sowie durch das Buch "Bis zur letzten Stunde - Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben", das dem Film "Der Untergang" als wichtige Quelle diente, bekannt. Die Mitläuferin erkannte erst spät, dass sie hätte anders handeln können.

Constantin