Der türkische Boxheld Sinan Samil Sam hat seinen schwersten Kampf verloren: Im Alter von nur 41 Jahren verstirbt der "Bulle vom Bosporus" in der Privatklinik "Via Hospital" in Istanbul.

Gajanin, Goran / ActionPress

Der gebürtige Frankfurter wartete vergeblich auf einen Spender mit funktionierender Leber und musste die lange Zeit des Bangens und Hoffens nun mit dem Tod bezahlen. Seit dem Jahr 2010 verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand immer mehr, wohl eine Folge des andauernden Alkoholkonsums des Sportlers, wie Bild berichtete. Mit einer schweren Leberzirrhose lag der Deutsch-Türke erstmals auf der Intensivstation, nach mehreren Blutwäschebehandlungen konnte das Leben des 41-Jährigen gerettet werden. Doch das fehlende Spenderorgan ließ den Boxer schließlich seinem Leid erliegen.

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Im Jahr 1999 wurde Sinan schlagartig bekannt, er holte sich in Houston/Texas den Titel des Weltmeisters im Superschwergewicht bei den Amateuren. Bis 2008 kämpfte er 35 Profi-Fights, von denen er 31 gewann. In der Türkei wurde der Mann mit den starken Fäusten bereits als Nationalheld gefeiert.

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Laut dem türkischen Medium Hürriyet soll der "Bulle vom Bosporus" am Samstag in Ankara beerdigt werden. Er hinterlässt seine Ehefrau Funda und zwei gemeinsame Töchter.