"Chabos wissen wer der Babo ist" - mit diesem Hit und dem dazugehörigen Album "Blockplatin" feierte der deutsche Rapper Haftbefehl im Jahr 2013 seinen Durchbruch. Nun wurde die Platte aus folgendem Grund auf den Index gesetzt.

Haftbefehl
Haftbefehl "Blockplatin"
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"Es ist zu gewaltverherrlichend und nicht für Jugendliche geeignet." Dies entschied jetzt die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, nachdem ein Jugendamt aus Süddeutschland Beschwerde eingereicht hatte. Das bedeutet, dass das besagte Album nicht mehr an Leute unter 18 Jahren verkauft werden darf. In den Geschäften müssen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, damit die CDs nicht mehr im Sichtbereich der Jugendlichen aufbewahrt werden. Stattdessen dürfen sie nur noch in abgeschlossenen Schränken gelagert werden. Auch Onlineanbieter müssen sich genauestens versichern, dass ihre Käufer volljährig sind. "In Geschäften übernehmen das [Kontrollieren] Polizei und Ordnungsamt. Für den Onlinebereich ist die Kommission für Jugendmedienschutz zuständig. Youtube-Videos belegen wir mit einem Geo-Block, sie sind dann in Deutschland nicht mehr abspielbar", so Petra Meier, stellvertretende Vorsitzende der Bundesprüfstelle, in einem Interview mit der Bild.

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AEDT/WENN.com
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Das Album ist zweigeteilt in eine "Block" und eine "Platin"-Seite. Auf der ersten CD befinden sich Tracks wie "Ich f**ke dich", "Crackfurt" und "Azzlack Motherf***".

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Mit der Single "Chabos wissen wer der Babo ist", prägte der Rapper übrigens das Jugendwort im Jahr 2013. Dieses lautete "Babo".