Andrea Petkovic (28) galt lange Zeit als größte, deutsche Tennishoffnung nach Steffi Graf (46) - ein Druck, der der Darmstädterin wohl zu viel war. Die Sportlerin konnte nie ein großes Turnier gewinnen, wurde immer wieder von Verletzungen gebremst. Ein Tränen-Geständnis zeigt nun, wie schlimm es wirklich um sie steht.

Sie war die Nummer neun der Welt, gilt als überehrgeizig und emotional: Andrea Petkovic ist Profisportlerin durch und durch. Doch der ständige Druck scheint die Deutsche zu zerfressen, nach einer bitteren Niederlage bei einem Turnier in China brach sie jetzt in Tränen aus und gestand: "Als ich zu Hause war, habe ich mich wirklich glücklich gefühlt. Aber ab jener Minute, als ich wieder auf die Tour zurückgekehrt bin, war ich irgendwie deprimiert. So deprimiert, dass ich eigentlich überhaupt nicht mehr aus dem Bett kommen wollte."

Depressionen als Folge von Leistungsdruck. Petkovic ist nicht die erste, die daran zerbricht. Auch die Krankheit ihrer Mutter sei ein Grund für ihr Gefühlschoas: "Ich wollte einfach zu Hause sein. Aber weil ich Profi bin, habe ich einfach weitergemacht mit dem Training und all den Dingen, die zu tun waren." Sie gibt zu: "Das hat sich angefühlt wie Folter. Jede Minute!" Dabei lebte sie lange Zeit ihren Traum. Doch davon ist heute nicht mehr viel übrig: "Ich hasse derzeit mehr Teile meines Jobs, als ich andere mag."

Die nächsten Wochen will Petkovic nutzen, um sich Gedanken um ihre Zukunft zu machen: "Ich werde erst einmal vier Tage schlafen, weil ich mich fühle, als hätte ich das zwei Monate nicht getan!"

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Andrea Petkovic
Andrea Petkovic beim Rogers Cup Montreal im Juli 2016 in KanadaGetty Images/ Minas Panagiotakis
Andrea Petkovic beim Rogers Cup Montreal im Juli 2016 in Kanada
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