Als wären die Vergewaltigungsvorwürfe um Bill Cosby (78) nicht schon heftig genug, überschlagen sich nun die Ereignisse in dem prominenten Sex-Prozess regelrecht. Nachdem seiner Frau Camille die Aussage gegen ihren Ehemann erspart bleibt, kann der TV-Star nun sogar auf eine komplette Einstellung des Verfahrens hoffen.

Bill Cosby
Splash News
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Vor elf Jahren wurde Bill Cosby schon einmal wegen sexueller Belästigung angeklagt, als Andrea Constand den Sitcom-Star der Vergewaltigung beschuldigte. Bei einer Befragung mit dem damaligen Staatsanwalt Bruce Castor gab Bill damals sogar zu, dass er das Opfer mit Drogen gefügig machte. Da auch die Klägerinnen des aktuellen Sex-Verfahrens behaupten, dass der 78-Jährige ihnen Betäubungsmittel verabreichte, baut die Klage auf eben diesem Geständnis auf. Laut CNN ist nun jedoch eine E-Mail aufgetaucht, die eine geheime Vereinbarung von Bill und dem diensthabenden Staatsanwalt dokumentiert. "Ich sehe keine Chance, dass Cosbys Aussage in einem Verfahren verwendet werden kann. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Gericht diese eidesstaatliche Aussage als Beweis anerkennt", weist Castor seinen Nachfolger Kevin Steele an.

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Steele leitet das aktuelle Strafverfahren gegen Bill Cosby und zweifelt an der Glaubwürdigkeit dieser E-Mail. "Es gibt zwar eine Methode, mit der man einem Angeklagten Immunität verleihen kann. Diese Methode wurde 2005 allerdings nicht angewandt", erklärt Steele seinen Standpunkt. Offenbar kommt Bill Cosby wohl doch nicht um einen Prozess herum.

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