Wenn die Deutsche Bahn streikt, geht das wohl so manchem Pendler und Reisenden gehörig auf die Nerven. YouTube-Star Julien vom Videoblog "JuliensBlog" ging diesbezüglich allerdings zu weit. Er drückte seine Angenervtheit gegenüber dem Lokführerstreik in einem Clip aus, für den er massenweise Anzeigen kassierte. Darin beleidigte er die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) aufs übelste. Nun wurde er für dieses Video wegen Volksverhetzung verurteilt.

Facebook / --

"Wisst ihr noch, wie die Juden mit Zügen nach Auschwitz transportiert wurden ? Man sollte die Zugführer da hinbringen. Ich fahr den Zug und zwar umsonst. Und ohne zu streiken", heißt es unter anderem an einer Stelle in dem Clip, um den es geht. Wie die Zeitung Westfälische Nachrichten berichtet, hat das Amtsgericht Tecklenburg, nahe Osnabrück, Julien wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Diese wurde auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Laut Gericht entspricht diese Summe zwei Monatsgehältern des YouTube-Stars.

Facebook / --

Auch wenn Julien vor Gericht sagte, dass sein Video "witzig gemeint" war, für den Richter war das Urteil klar: Der Videoblogger hat die Grenze des Erlaubten einfach überschritten.

Facebook / --

Juliens YouTube-Channel zählt fast 1,3 Millionen Follower. Seine Clips können fast durch die Bank weg mindestens eine Million Views verzeichnen. Damit gehört der provokative Videokünstler zu den beliebtesten Bloggern in Deutschland.