Es war der bisher größte Triumph und gleichzeitig der größte TV-Zoff in der Karriere von Felix Sturm (37): Der Boxer gewann gestern den WM-Kampf gegen den Russen Fedor Tschudinow und hat damit gleichzeitig auch einen Rekord gebrochen. Zum ersten Mal konnte sich ein Deutscher zum fünften Mal den Weltmeistertitel sichern - doch diese Entscheidung ist für viele umstritten. Vor allem aber ein Kommentar von Ex-Profi Axel Schulz (47) machte den frisch gebackenen Weltmeister wütend!

Felix Sturm
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Felix Sturm

Schon vor dem Kampf hatte Kommentator Axel Schulz vor den Fernsehkameras prophezeit: "Heute geht Sturms Karriere k.o." Teilweise sah es auch so aus, als könne der ehemalige Boxer Recht behalten. Für Felix Sturm war der Fight kein Zuckerschlecken. Der Russe teilte ordentlich aus, sodass das Gesicht des Titelverteidigers danach deutlich angeschwollen und blau war. Die Punktrichter sprachen dem 37-Jährigen jedoch den Sieg zu, was einige Box-Fans und insbesondere auch Sturms Gegner nicht ganz nachvollziehen konnten. Tschudinow hatte sofort einen Rückkampf im Mai gefordert, weil er meint, das Resultat sei "unfair". Doch der frisch gebackenen WM-Sieger ärgerte sich nur über Axel Schulz.

Axel Schulz
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Axel Schulz

Nach dem Kampf beschwerte er sich im TV: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Immer wieder gibt es Negativ-Kommentare. Das finde ich schade. Axel hat das deutsche Boxen aufgebaut und dann über Leute herzuziehen..." Schulz verteidigte seine Meinung und betonte, das sei kein Herziehen. Er habe Felix den Sieg schlichtweg nicht zugetraut. Eines steht nach dem Fight außer Frage: Sturm und Schulz werden in diesem Leben keine besten Freunde mehr!

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Wenn es nach Felix geht, ist er selbst derjenige, der bestimmt, wann seine Karriere wirklich vorbei ist. Schon im Vorfeld wurde gemunkelt, dass Sturm die Boxhandschuhe an den Nagel hängen möchte. Gestern nahm er zu den Gerüchten Stellung: "Vielleicht war das mein letzter Kampf!" Aufgrund gesundheitlicher Probleme denkt er nun ernsthaft über ein Karriereende nach.