Schwere Vorwürfe der Miss Germany 2013 Caroline Noeding (24) gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. Angeblich habe die "Miss Germany Corporation" der Schönheitskönigin zu wenig gezahlt. Aus Gesprächen mit anderen Missen, habe die 24-Jährige die Mini-Gagen aufgedeckt und deshalb die MGC verklagt. Die Veranstalterchefs Horst und Ralf Klemme zeigen sich überrascht.

Caroline Noeding
Mathis Wienand/Getty Images for Cavallo De Ferro Brasil
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Um die "Miss"stände aufzuklären, klagte Caroline vor dem Landgericht Oldenburg. Sie forderte die Offenlegung der Kontoeingänge ihres Arbeitgebers. Den Aussagen ihrer Presseerklärung zufolge erhielt sie lediglich handgeschriebene Rechnungen. Die geringen Gagen machten sie stutzig - daraufhin forschte die Blondine nach und machte sich bei Kolleginnen schlau. Sie erfuhr, dass andere Missen wesentlich höhere Beträge bekamen: "Alles sehr undurchsichtig und für mich sehr nebulös", kommentierte sie dazu. Nach erfolgreicher Klage war die MGC gezwungen, die Auszüge des Treuhandkontos herauszugeben. Die händigte jedoch geschwärzte Belege vor. Für den Anwalt von Caroline, Patrich Rehkatsch, liegt deshalb der Fall ganz klar: Die Veranstalter wollen mit ihrer "Salami-Taktik" etwas verheimlichen.

Caroline Noeding
WENN
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Zu den Vorwürfen von Noeding gab die "Miss Germany Corporation" eine Erklärung ab. So dementierte der Veranstalter, jemals Rechnungen von Hand geschrieben zu haben. Zudem hätte Caroline vertraglich festgesetzte Gehälter erhalten und diese zu keinem Zeitpunkt beanstandet. Des Weiteren bedauerte die MGC, dass die 24-Jährige den Rechtsweg als erste Wahl zurate zog. Die Miss-Chefs seien stets zu einer kooperativen Lösung des Problems bereit gewesen und sind dies auch immer noch. Die Schwärzung der Auszüge rührt nach Aussagen daher, dass auf den geforderten Belegen auch die Zahlungseingänge weiterer Kolleginnen vermerkt sind - diese hätten mit der Angelegenheit nichts zutun und wurden daher unkenntlich gemacht.

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Puh! Bleibt abzuwarten, wie sich dieser komplizierte und vielschichtige Rechtsstreit weiterentwickelt. Durch das Gegenstatement der Miss Germany Organisatoren steht zurzeit Aussage gegen Aussage.