Der Wettergott scheint kein großer Musikfan zu sein! Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr muss ein großes Musikfestival wegen starker Unwetter abgebrochen werden. Nachdem bereits Rock am Ring ins Wasser gefallen ist, müssen jetzt auch die Besucher des "Southside Festivals" ihre Sachen packen und das Gelände verlassen. Die Betreiber haben sich dazu entschieden, die Veranstaltung zum Schutz der Gäste zu beenden.

"Hurricane Festival" in Niedersachsen
Action Press / Franck,Patrick
"Hurricane Festival" in Niedersachsen

Am Freitagabend fegten starke Unwetter über das Land und vereitelten sowohl den Fans beim "Hurricane" im niedersächsischen Scheeßel als auch beim parallel stattfindenden "Southside" im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen den Spaß. Beide Open-Airs wurden zunächst unterbrochen. Während es heute so aussieht, als sei die Gefahr in Scheeßel gebannt, besserte sich die Lage in Neuhausen jedoch nicht. Da für heute weitere Unwetter vorausgesagt wurden, werden die Southside-Camper auf der Homepage des Veranstalters dazu aufgefordert, das Areal zu verlassen.

"Hurricane Festival" in Scheeßel
Action Press / Franck,Patrick
"Hurricane Festival" in Scheeßel

"Während des Unwetters wurden 25 Besucher leicht verletzt und ins Klinikum Tuttlingen gebracht. Fünf dieser Besucher werden weiter stationär beobachtet. Auf dem Festivalgelände wurden nach jetzigem Stand 57 Leichtverletzte behandelt, bei denen eine Weiterbehandlung nicht notwendig war", ist das erschreckende Resümee der Unwetternacht auf der offiziellen Seite des Festivals. Die zahlreichen Verletzungen lassen nur eine Schlussfolgerung zu: "Nach einer Bestandsaufnahme des Veranstaltungsgeländes und dessen Infrastruktur hat sich ergeben, dass die Sicherheit und Ordnung für eine Fortsetzung des Festivals nicht mehr gewährleistet werden kann", heißt es als Begründung für den Abbruch des Konzert-Events. Die Auftritte von Acts wie Mumford and Sons, Prinz Pi (36), Deichkind oder The Prodigy, auf die sich die Musik-Fans seit Monaten freuen, fallen demnach aus.

Rock am Ring
ActionPress/ REX/Shutterstock
Rock am Ring

"Uns blutet das Herz, aber Eure Sicherheit steht an erster Stelle. Kommt gut nach Hause, fahrt vorsichtig", so das offizielle Statement. Gesundheit geht nun einmal vor, auch wenn nun Tausende von Besucher geknickt die Heimreise antreten müssen.