Die Olympischen Spiele in Rio haben neben den sensationellen sportlichen Leistungen auch jede Menge Kuriositäten und rührende Geschichten zu bieten. In diese Kategorie fällt auch der kanadische Schwimmer Santo Condorelli, der immer wieder dadurch auffällt, vor seinem Schwimmeinsatz den Mittelfinger zu zeigen. Ziemlich dreist, oder doch nicht? In Wahrheit steckt ein wunderschönes Vater-Sohn-Ritual hinter dieser Geste.

Santo Condorelli, kanadischer Schwimmer
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Santo Condorelli, kanadischer Schwimmer

Tatsächlich geht die eigentlich beleidigende Handbewegung auf Santos Kindheit zurück, wie der Olympia-Athlet im CBC-Interview ausplauderte. Als achtjähriger Knirps erlebte der Schwimmer nämlich eine frustrierende Phase, als er immer wieder gegen ältere Kontrahenten verlor. Sein Vater erfand daraufhin die Tradition mit dem Mittelfinger. "Er sagte zu mir: 'Du musst mehr Selbstvertrauen bekommen und dir müssen alle anderen total egal sein, wenn du im Wettbewerb bist. Jedes Mal, wenn du am Block stehst, zeigst du mir den Mittelfinger und ich zeige dir ebenfalls den Mittelfinger'", erläuterte Santo Condorelli.

Santo Condorelli beim 100Freestyle Relay bei den Olympischen Spielen in Rio
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Santo Condorelli beim 100Freestyle Relay bei den Olympischen Spielen in Rio

Bis heute behält der 21-Jährige das Ritual bei und bekam dafür schon manches Mal ordentlichen Ärger. Denn Wettbewerbsveranstaltern gefällt dieses Verhalten gar nicht. Auch in Rio wurde angeordnet, dass Santo seinen berüchtigten Finger unauffälliger zeigen soll. Allerdings wird wohl jetzt jeder Olympia-Fan, der die Berichte rund um die Mittelfinger-Hintergrund-Story verfolgt hat, erst Recht danach Ausschau halten.

Santo Condorelli beim "100m Butterfly" im Mai 2016
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Santo Condorelli beim "100m Butterfly" im Mai 2016

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