Die Geschichte der jungen Gaurika Singh aus Nepal ist ebenso dramatisch wie märchenhaft. Vor einem Jahr überlebte sie nur um haaresbreite eine Naturkathastrophe und nun ist sie die jüngste Teilnehmerin der Olympischen Spiele in Rio.

Gaurika Singh vor ihrem Wettkampf in Rio
Al Bello / Staff
Gaurika Singh vor ihrem Wettkampf in Rio

Als Gaurika im vergangenen Jahr in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu zu den nationalen Meisterschaften antrat, kostete sie das um ein Haar das Leben. Zuvor lebte und trainierte die Teenagerin seit dem Kleinkindalter im behüteten Großbritannien. Während ihres Aufenthalts in Nepal geschah das Unglück. "Genau in dieser Zeit kam das Erdbeben, bei dem 9000 Menschen starben", verriet sie der Bild. Dass sie überlebte, war reiner Zufall: "Wir waren zum Glück in einem modernen Haus, das nicht gleich zusammenfiel wie die anderen."

Gaurika Singh und Trainer Rhys Gormley bei Olympia 2016
Facebook / --
Gaurika Singh und Trainer Rhys Gormley bei Olympia 2016

Nachdem die talentierte Gaurika mehrere Nationale Rekorde aufstellte, schaffte sie es über eine Sonderregelung tatsächlich zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Dort konnte die jüngste Teilnehmerin der gesamten Spiele sogar ihren Durchgang im 100m Rückenschwimmen gewinnen. Für das Halbfinale reichte ihre Zeit jedoch leider nicht.

Gaurika Singh, Schwimmerin
Al Bello / Staff
Gaurika Singh, Schwimmerin

Ihr Schicksal prägt das tapfere Mädchen bis heute. Sie spendet ihre kompletten Preisgelder für den Wiederaufbau von Schulen.