Es war das knappste Gold für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Rio. Kristina Vogel (25) holt sich im Bahnrad-Sprint den Olympia-Sieg – und das ohne Sattel. Irre!

Im zweiten Rennen um Gold verlor die Chemnitzerin in der vorletzten Kurve bei einem Tempo von 60 km/h ihren Sattel. Davon ließ sie sich aber nicht irritieren und ließ die Britin Rebecca James im Finale trotzdem hinter sich. Wenn auch nur knapp. Erst der Fotobeweis sorgte für Gewissheit. Vogel hatte in Rio bereits mit ihrer Partnerin Miriam Welte im Teamsprint Bronze geholt. Mit ihrem Triumph schrieb sie Radsport-Geschichte. Sie ist die erste deutsche Frau, die im Einzel-Sprint Gold holen konnte. "Ich muss jetzt noch eine Stunde seriös sein, dann wird die Sau rausgelassen", kündigte die charmante Kristina nach ihrer Gold-Fahrt an. Sie hat es sich verdient.

Dabei war ihre Karriere 2009 beinahe schon beendet. Ein Zivil-Fahrzeug der Polizei hatte ihr beim Training die Vorfahrt genommen. Ein gebrochener Brustwirbel, ein gebrochener Handwurzelknochen, Schnittverletzungen im Gesicht und der Verlust mehrerer Zähne waren die Folge. Eine Gesichtshälfte blieb teilweise taub. Doch der Traum von Gold trieb sie an. 2012 in London holte sie Gold im Team-Sprint, nun der Olympia-Sieg in der Königsdisziplin. Den verlorenen Sattel will sie sich übrigens neben ihre Gold-Medaille ins Büro hängen, wie sie dem ZDF verriet.

Die Olympia-Stars werden einfach mit allem fertig! Wie gut die US-Schwimmer drauf sind, zeigen wir euch im Video unter dem Artikel.

Kristina Vogel bei den Weltmeisterschaften 2017 in Hong Kong
Kevin Lee/Getty Images
Kristina Vogel bei den Weltmeisterschaften 2017 in Hong Kong
Kristina Vogel, Olympiasiegerin
Odd Andersen/AFP/Getty Images
Kristina Vogel, Olympiasiegerin
Michael Seidenbecher und Kristina Vogel beim Ball des Sports 2017
Andreas Rentz/Getty Images
Michael Seidenbecher und Kristina Vogel beim Ball des Sports 2017


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