Die Musikwelt trauert um eine ihrer großen Legenden: Pete Burns, Frontmann der Band Dead Or Alive, starb im Alter von 57 Jahren an einem Herzstillstand. Vor diesem Hintergrund wirkt sein letzter TV-Auftritt umso tragischer: In der Show "Celebrity Botched Up Bodies" sprach der Musiker über seine Sucht nach Schönheitsoperationen und wie sie ihm schon früher fast einmal das Leben gekostet hätten.

Pete Burns als Sänger von "Dead Or Alive" in den 80ern
ITN/Splash News
Pete Burns als Sänger von "Dead Or Alive" in den 80ern

In der Promi-Sendung bei Channel 5 enthüllte der "You Spin Me Around"-Interpret erschreckende Details über seine vielen OPs, mit denen er vor mehr als 20 Jahren begann. Neben einigen Eingriffen an der Nase und dem Einsetzen von Wangenimplantaten legte sich Burns vor allem für das Aussehen seiner Lippen unters Messer – und genau das wäre ihm vor Jahren fast zum Verhängnis geworden. Nach einem Auftritt mit den Scissor Sisters bemerkte Pete Burns, dass mit seinem Lippen, die er damals mit Filler aufgespritzt hatte, etwas nicht stimmte. Durch einen Kunstfehler hatte er eine Infektion bekommen, die fast zu einer Lippenamputation geführt hätte!

Pete Burns in der US-TV-Show "Celebrity Plastic Surgery: Gone Too Far"
abc / Splash News
Pete Burns in der US-TV-Show "Celebrity Plastic Surgery: Gone Too Far"

"Er hielt mich auf dem Operationstisch fest und rammte zwei Spritzen hinein", erinnerte sich Pete Burns an den schrecklichen Moment, als der Chirurg ihm die sich angesammelte Lippenflüssigkeit entfernte. Anderthalb Gläser voll gelben Sekrets wurden Petes Lippen entnommen. Doch damit war es nicht getan: Die Filler, die sich der Sänger in seine Lippen spritzen ließ, breiteten sich im Rest seines Gesichtes aus und verursachten Löcher in seiner Haut, aus denen ebenfalls Flüssigkeit austrat. Um diese Infektion in Schach zu halten, musste sich Pete Burns regelmäßig unters Messer legen: "Ich hatte zwei Jahre lang jede Woche eine Operation, um sie [die Filler] aus meinen Wangen, meinem Adamsapfel und hinter meinen Augen zu entfernen, wo sie hingewandert waren", berichtete Burns im TV.

Pete Burns (rechts) mit seinem Ehemann Michael Simpson (links)
Ian Lawrence / Splash News
Pete Burns (rechts) mit seinem Ehemann Michael Simpson (links)

Auch Pete Burns Leber und Nieren wurden von der Infektion angegriffen und die Ärzte mussten ihm ein Stück seines Magens entfernen, um ihm eine neue Ober- und Unterlippe zu kreieren. Das alles belastete die Psyche der 80er-Jahre-Ikone sehr: "Ich war klinisch depressiv." Als er auch noch Blutgerinnsel und Lungenembolien entwickelte, geriet Pete Burns Leben in Gefahr. Zehn Jahre lang kämpfte der Popstar mit Blutverdünnungsmitteln gegen die lebensbedrohlichen Nachwirkungen des Kunstfehlers. Da werden ihn die 450.000 Pfund Schmerzensgeld, die er vor Gericht gewann, wohl nur wenig getröstet haben.