Ein Interview des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci aus dem Jahre 2013 sorgt gerade für weltweites Entsetzen. Der Grund: In dem Video gibt Bertolucci zu, dass die Vergewaltigungsszene seines berühmten Filmes "Der letzte Tango in Paris" von 1972 nicht gestellt war, sondern echter Missbrauch. Nun meldet er sich erneut zu Wort und will von den Vorwürfen nichts wissen!

Variety veröffentlicht jetzt Zitate aus dem Statement des Filmemachers, woraus hervorgeht, dass die junge Hauptdarstellerin Maria Schneider (✝58) anscheinend doch über die Vergewaltigungsszene informiert worden war. "Jemand dachte, und denkt, dass Maria nicht über die Gewalt ihr gegenüber informiert wurde. Das ist falsch!", stellt der Italiener klar. "Sie wusste alles, weil es im Script stand, in dem es beschrieben war. Die einzige Neuerung war die Idee mit der Butter." In der besagten Szene wurde diese als Gleitmittel der Vergewaltigung verwendet.

Weder die damals 19-jährige Darstellerin noch ihr männlicher Gegenpart, Marlon Brando (✝80), sind heute noch am Leben. Bernardo Bertoluccis Aussagen können deshalb weder bestätigt, noch widerlegt werden. Gegenüber ANSA gab der Regisseur sich 2011 bestürzt über den Krebstod von Schneider: "Ihr Tod kam zu früh, bevor ich sie noch einmal liebevoll in den Arm nehmen und mich bei ihr entschuldigen konnte."

Marlon Brando in "Freshman"
Brenda Chase/Online USA, Inc.
Marlon Brando in "Freshman"


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